Titel: Ueber trockenen Schafmist als Dünger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 103/Miszelle 13 (S. 468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj103/mi103mi06_13

Ueber trockenen Schafmist als Dünger.

In Westindien werden jetzt mit demselben Eifer wie in Europa vorteilhafte Düngmittel, vorzüglich für die Zuckercultur, zu ermitteln gesucht. Ein solches ist der durch bloßes Ausbreiten an der Sonne und Luft getrocknete Schafmist, welcher durch diese Trocknungsweise nichts oder äußerst wenig von seiner Kraft verliert und den ein unternehmender Kaufmann auf der Insel Nevis in Fässern von dem spanischen Festland einführte. John Davy, welcher diesen Dünger untersuchte, fand ihn grünlichbraun von Farbe und aus kleinen Fäserchen und Blättchen bestehend; seine chemischen Bestandtheile sind ein wenig anderthalbkohlensaures Kali, kohlensaures Ammoniak und eine Spur salzsaures Ammoniak, phosphorsaurer Kalk in großer Menge, sowie etwas Kalk und Bittererde, wahrscheinlich an Kohlensäure gebunden. Der in Wasser und Säuren unauflösliche, nicht unbeträchtliche Antheil dieses Mistes besteht größtentheils aus Pflanzenfaser und Kieselerde. Diese Zusammensetzung scheint mit derjenigen des Mistes der englischen Down-Fed-Schafe sehr übereinzustimmen; jedenfalls spricht sie für eine große Befruchtungskraft. Wenn derselbe in großen Quantitäten sich wohlfeil stellte, könnte er der Landwirtschaft gute Dienste leisten, vorzüglich weil er durch seine Pulverform sich sehr eignen würde, mit dem Samen in die Erde gesteckt zu werden, ein Verfahren, welches von H. Liddel the Farmer's Herald August 1846 sehr empfohlen wird. (The Edinb. philosoph. Journal. 1847, I.)

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