Titel: Crease's geruchlose Farben für Maler und Anstreicher.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 103/Miszelle 7 (S. 466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj103/mi103mi06_7

Crease's geruchlose Farben für Maler und Anstreicher.

Harold Crease, Buntpapier-Fabrikant in Brixton-hill, Grafschaft Surrey, ließ sich am 23. Jul 1846 eine Composition aus Schellack, thierischem Leim, Oel und Alkali Patentiren, welche er den gewöhnlichen Malerfarben einverleibt; die Farben sind dann frei von allem üblen Geruch, trocknen schnell und man kann nach dem Auftragen der ersten Schicht schon in einer Stunde die zweite anbringen. Er verfährt folgendermaßen:

2 1/2 Pfd. gut gebleichter Schellack und 1/2. Pfd. Borax werden in 7 1/2 Pfd. Wasser gekocht bis sie aufgelöst sind, worauf man das Kochen fortsetzt bis die Auflösung auf den Raum von beiläufig 5 Maaß (10 Pfd. Wasser) eingekocht ist. 1 Maaß dieser Auflösung versetzt man mit 1/4 bis 1/2 Maaß reinem Leim, je nach dessen Stärke, und 4 Drachmen Weingeist, welche ihr mit Beihülfe der Wärme allmählich einverleibt werden. Diese Mischung wird dann dem Rest der oben erwähnten Auflösung zugesetzt, nebst so viel Bleiweiß als erforderlich ist ihr Körper zu geben und ein wenig gut gebleichtem Oel; letztere Ingredienzien setzt man im Verhältniß von 9 Pfd. Bleiweiß und 2 Unzen gut gebleichtem Oel auf 1 1/4 Maaß der Auflösung zu. Diese Mischung wird in einer gewöhnlichen Farbenmühle gemahlen und hierauf mit einer Schellackauflösung verdünnt: sie ist dann zum Gebrauch fertig.

Das neue Präparat ist zu allen Farben der Maler und Anstreicher anwendbar, mit Ausnahme einiger wenigen, welche Eisen in Verbindung mit anderen Substanzen als Basis enthalten. (London Journal of arts, Februar 1847, S. 35.)

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