Titel: Anwendung der Queckenwurzel zum Brodbacken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 104/Miszelle 12 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj104/mi104mi01_12

Anwendung der Queckenwurzel zum Brodbacken.

Oeffentliche Blätter melden, daß es einem Zimmermann in Württemberg gelungen sey, aus den Quecken- oder Graswurzeln (Hundsgras, Triticum repens), die gemahlen und mit 1/3 oder 1/4 Getreidemehl vermengt werden, ein sehr gutes Brod zu bereiten. In den Comptes rendus (1847 1. Sem. No. 6) wird diese Entdeckung dem Prof. A. Leroy zu Paris, und dem Apotheker Valet vindicirt, die in ihrer am 17. Mai 1812 der Ackerbau-Gesellschaft eingereichten Abhandlung sagen, daß von 400 Morgen Land 2000 Kil. Quecken gewonnen werden können, welche zwölf Säcke Mehl oder 500 Kil. Syrup, oder 400 Liter Branntwein geben. Nur sey zu der Bereitung des Brodes ein viel kräftigerer Sauerteig erforderlich, als der gewöhnliche; sie schlugen vor, etwas Branntwein und eine gewisse Menge Salz zuzusetzen. Das dazumal von ihnen vorgelegte Brod hatte nach Hrn. Sonini den Geruch des gewöhnlichen, einen nicht unangenehmen Geschmack, war aber schwer und dicht. Nach letzterm soll das Queckenwurzelpulver mit 1/3, oder 1/4 Weizenmehl vermengt ein gutes und wohlfeiles Brod geben. – Uebrigens findet man die Anwendbarkeit der Queckenwurzel zum Brod, namentlich in theuern Zeiten, in allen Handbüchern der angewandten Pflanzenkunde erwähnt.

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