Titel: Keating's verbesserter Gyps-Cement.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 104/Miszelle 5 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj104/mi104mi02_5

Keating's verbesserter Gyps-Cement.

Bekanntlich kann man dem gebrannten Gyps eine größere Härte und Festigkeit dadurch ertheilen, daß man ihn mit Alaunlösung tränkt, an der Luft trocknet und nochmals brennt.

John Keating ließ sich am 11. Febr. 1846 zu diesem Zweck in England folgendes Verfahren Patentiren: er erhitzt Gypsstücke, bis sie das Krystallwasser verloren haben und verbindet sie dann auf folgende Weise mit Borax. Man weicht 5 Pfd. Borax in 30 Pfd. Wasser ein, setzt dann noch 30 Pfd. Wasser zu und läßt die Flüssigkeit unter öfterem Umrühren einen Tag stehen. (Man kann ihr auch 5 Pfd. Weinstein in 60 Pfd. Wasser eingerührt beimischen, wo sich dann Boraxweinstein |159| bildet und ein noch besseres Resultat erzielt wird.) In diese Auflösung bringt man die gebrannten Gypsstücke, welche davon ganz bedeckt seyn müssen, und läßt sie so lange darin liegen, bis sie durch und durch damit getränkt sind. Die Gypsstücke kommen dann sechs Stunden lang in einen Ofen, welcher auf die bei Tageslicht sichtbare Rothglühhitze geheizt ist; man nimmt sie nach dieser Zeit aus dem Ofen, läßt sie erkalten und pulverisirt sie wie andere Cemente. (Repertory of Patent-Inventions, Septbr. 1846.)

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