Titel: Bequemes Verfahren Eisenoxydulsalze ohne Veränderung in trockenen oder krystallisirten Zustand zu versetzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 104/Miszelle 4 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj104/mi104mi03_4

Bequemes Verfahren Eisenoxydulsalze ohne Veränderung in trockenen oder krystallisirten Zustand zu versetzen.

Bekanntlich gelingt es nur dann die Eisenoxydulsalze ohne höhere Oxydation derselben in trockenen oder krystallisirten Zustand zu versetzen, wenn man sie bei ausgeschlossener Luft abdampft. Hr. Bailly, Apotheker zu Sombreffe, schlägt vor die Luft durch den Wasserdampf abzuhalten, welchen die Auflösung des Eisensalzes beim Einengen erzeugt.

Die Eisenauflösung wird heiß mittelst eines Trichters mit enger Oeffnung in Arzneigläser filtrirt, die man zu drei Viertel voll werden läßt und welche in einem vorher erhitzten Sandbad stecken, so daß die Flüssigkeit schnell zum Kochen kommt. Diese Arzneigläser sind 4 1/2 Zoll hoch auf 1 1/2 Zoll innern Durchmesser; sie sind cylindrisch bis gegen ihr oberes Ende, wo sie plötzlich in einen engen Hals auslaufen. Die Flüssigkeit kommt bald ins Kochen und die Verdampfung geschieht so schnell als möglich, vorausgesetzt daß man die Phiolen fast gänzlich mit heißem Sand bedeckt hat, damit das in Dampf verwandelte Wasser sich nicht an den erkalteten Wänden verdichten und wieder in das Gefäß zurückfallen kann. Die Operation ist beendigt, wenn sich kein Wasserdampf mehr entwickelt; man zieht dann die Phiolen auf die Oberfläche des Sandbads, verstopft sie, läßt sie erkalten, zerbricht sie hierauf und bewahrt das Product in luftdicht verschlossenen Gefäßen auf. (Journal de Chimie médicale, April 1847 S. 236.)

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