Titel: Die Stylographie von Speuler in Brüssel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 104/Miszelle 2 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj104/mi104mi05_2

Die Stylographie von Speuler in Brüssel.

Dieses neue Verfahren Kupferstiche hervorzubringen, besteht in Folgendem: man schmilzt Stearin, Copal, Lack und Kienruß zusammen und gießt daraus eine Platte, welche man dann mit Silberpulver bedeckt. Der Künstler arbeitet mit einem Griffel aus Metall, welcher mehr oder weniger tief in die Substanz eindringt. Durch die verschiedene Breite und Tiefe der Striche bringt man den verlangten Effect hervor.

Bei dem Graviren für das Aetzen mit Scheidewasser bietet das auf einem schwarzen Grund bloß gelegte Kupfer dem Künstler einen wenig günstigen Anblick dar, während hier der Strich des Griffels schwarz auf einem weißen Grund ist, wie derjenige des Bleistifts auf dem Papier. Endlich ist die Gravirung vollständig, sobald die Zeichnung beendigt ist; man braucht dann nur noch auf galvanoplastischem Wege Kupfer auf die Platte niederzuschlagen; mit dieser Relief-Platte verschafft man sich eine zweite vertiefte galvanoplastische Platte, mit welcher die Abdrücke gemacht werden. (Bulletin de la Société d'Encouragement, März 1847, S. 161.)

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