Titel: Verbesserte chemische Apparate, von Thomas Taylor.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 104/Miszelle 4 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj104/mi104mi05_4

Verbesserte chemische Apparate, von Thomas Taylor.

Hr. Th. Taylor theilte der chemischen Gesellschaft zu London einige Verbesserungen in der Form chemischer Apparate mit, welche er anzuwenden pflegt. Die erste betrifft eine Methode die Mündung von Flaschen zu verschließen, welche man zur Bereitung von Gasarten anzuwenden beabsichtigt. Man schleift zuerst den obersten Rand der Flasche schwach ab, um eine wagrechte Fläche zu erhalten; dann bringt man ein Stück Kautschukblatt zwischen den Flaschenhals und eine Holzscheibe von der Größe des Flaschenhalses um letztere dicht niederzuhalten, benutzt man eine kleine Querstange, durch deren Mitte eine Druckschraube geht und Korke welche unter den Rand des Halses hinabgesteckt werden; die Glasröhren werden durch die hölzerne Scheibe in die Flasche gesteckt und dann verkittet. Wenn man kleine Flaschen anwendet, braucht man nur eknen Bindfaden dicht über den oberen Rand und um den Hals herumzuziehen.

Die zweite Verbesserung betrifft eine Methode Kapellenproben zu machen, indem man die Muffel durch zwei Graphittiegel ersetzt, deren Mündungen stach auf einander geschliffen wurden; in dem oberen Tiegel macht man eine Oeffnung in dem aufwärts gekehrten Ende, und eine halbkreisförmige Oeffnung an dem oberen oder unteren Rand. Bei der Anwendung wird der untere Tiegel mit Sand beinahe angefüllt, auf die Stangen des Ofens gestellt und auf die niedrige Rothgluth gebracht; hierauf stellt man die Kapelle mit dem zu behandelnden Material hinein und bedeckt sie mit dem andern Tiegel so, daß die seitliche Oeffnung der Ofenthür gegenüber ist. Nachdem die Hitze gesteigert worden ist, öffnet man die Ofenthür und schiebt die Kohlen behutsam vor der halbkreisförmigen Oeffnung weg, damit die Luft Zutritt erhält. Auf diese Weise kann man Kapellen von demselben Durchmesser wie die Tiegel anwenden. (Chemical Gazette, 1847, Nr. 107.)

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