Titel: Verfahren das Platinerz leichter auflöslich zu machen; von J. Hess.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 104/Miszelle 11 (S. 468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj104/mi104mi06_11

Verfahren das Platinerz leichter auflöslich zu machen; von J. Hess.

Die Kostbarkeit der Behandlung der Platinerze besteht hauptsächlich darin, daß dieselben sehr schwierig vom Königswasser angegriffen werden, von dem sie acht- bis zehnmal ihr eigenes Gewicht erfordern. Dieß wird nach folgendem Verfahren vermieden:

Man schmilzt das Erz mit seinem zwei- bis dreifachen Gewicht Zink zusammen. Ist dieß gut ausgeführt, so erhält man eine ganz homogene, sehr spröde Masse; diese pulvert man und siebt sie. Die Legirung wird nun mit verdünnter Schwefelsäure behandelt, welche man in kleinen Portionen hinzufügt und erneuert, wenn die Flüssigkeit gesättigt ist. Endlich wendet man eine Säure mit 6 Atomen Wasser an und unterstützt deren Wirkung durch Wärme. Wenn sich nichts mehr auflöst, so wascht man den Rückstand mit Wasser aus. Die Schwefelsäure entzieht der Legirung das Zink und den größten Theil des Eisens; die Lösung wird nicht durch Schwefelwasserstoff getrübt.

Der Rückstand ist sehr fein zertheilt und wird nun mit Salpetersäure behandelt, welche ihm Eisen, Kupfer, Blei und zuweilen Palladium entzieht. Das Eisen rührt von dem angewandten Zink her.

Der Rückstand, welcher nun von den die Arbeit erschwerenden Metallen befreit ist, wird wie gewöhnlich mit Königswasser behandelt und löst sich bei seiner großen Vertheilung sehr leicht auf. Enthält das Königswasser viel Salzsäure, so löst sich viel Osmium-Iridium auf; man muß daher diesen Ueberschuß vermeiden. (Bulletin de l'Acad. de St. Pétersb.)

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