Titel: Anwendung der Schwefelblumen etc. zum Reinigen der Objective von Fernröhren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 104/Miszelle 7 (S. 467)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj104/mi104mi06_7

Anwendung der Schwefelblumen etc. zum Reinigen der Objective von Fernröhren.

Zum Reinigen der Objective von Fernröhren benutzt man meistens den Weingeist. Dieses Verfahren verursacht in wenigen Augenblicken eine merkwürdige Undurchsichtigkeit des Glases, welche durch die auf demselben sich ansammelnden Staubtheilchen veranlaßt wird, daher man genöthigt ist, das Glas abzuwischen so oft man sich desselben bedienen will. Ist diese Anziehung von Staubtheilchen, welche die Undurchsichtigkeit veranlaßt, dem Weingeist zuzuschreiben? Diese Frage vermag ich noch nicht zu beantworten; ich bemühte mich aber andere Reinigungsmittel aufzufinden und kann als sehr geeignete empfehlen: 1) den sublimirten Schwefel und 2) eine thierische Kohle, welche ganz frei von Sand ist.

Der sublimirte Schwefel besitzt alle Eigenschaften, welche der Optiker zum Reinigen seiner Fernröhren-Objective sucht; denn einerseits enthalten die Schwefelblumen niemals ein Sandkorn und andererseits sind ihre unendlich kleinen Molecüle von gleicher Größe, daher man niemals ein Ritzen des Glases zu befürchten hat. Das Glas ist überdieß von der größten Reinheit und schönsten Durchsichtigkeit. Dieses sind die Vortheile, welche ich bei der Anwendung des sublimirten Schwefels in Verbindung mit thierischer Kohle zum Reinigen der Fernröhren-Objective beobachtete. Ich vermenge 10 Theile Schwefelblumen mit 5 Theilen thierischer Kohle. (Comptes rendus, April 1847, Nr. 16.)

Siret.

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