Titel: Ueber Argentan oder Neusilber.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 104/Miszelle 9 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj104/mi104mi06_9

Ueber Argentan oder Neusilber.

Das Neusilber fängt an, wegen seines silberähnlichen Aussehens und seiner Eigenschaft in der Luft unangegriffen zu bleiben, das Messing allgemeiner zu verdrängen. Es ist eine Legirung von Kupfer, Zink und Nickel. Man wendet 8 Th. Kupfer auf 2 1/2 Th. Zink an, von dem jedoch bei dem Zusammenschmelzen die Hälfte wegraucht. Mit einem Zusatz von 2 Th. Nickel erhält man ein weißes, jedoch etwas gelbliches Metall, welches die schlechtere Sorte Neusilber ausmacht. Mit 3 Theilen Nickel bekommt das Metall das Ansehen von 12löthigem Silber, und es ist dann das allgemein angewandte. Mit 4 Th. Nickel erhält es das Ansehen von weißgekochtem bergfeinem Silber. Mit 6 Th. Nickel läßt es sich im Ansehen nicht von feinem Silber unterscheiden, indem es selbst beim Poliren den bläulichen Glanz |468| desselben annimmt. Aber dieser größere Zusatz wird selten gemacht, theils wegen der Kostbarkeit und theils weil die Legirung dadurch gar zu strengflüssig wird; und wenn das Nickel nicht frei von Arsenik ist, so wird es hiedurch zu spröde, um bearbeitet werden zu können. (Berzelius' Jahresbericht, Bd. XXVI S. 201.)

Ueber die Argentanfabrication in Sheffield, wo sie sehr im Großen betrieben wird, hat Dr. Jähkel eine schätzbare Abhandlung veröffentlicht, welche im polytechn. Journal Bd. XCII S. 338 mitgetheilt wurde.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: