Titel: Prideaux's Verbesserungen an Baggermaschinen.
Autor: Prideaux, Thomas Symes
Fundstelle: 1847, Band 105, Nr. XXIV. (S. 88–90)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj105/ar105024

XXIV. Verbesserungen an Baggermaschinen, worauf sich Thomas Symes Prideaux zu Southampton am 15. Jul. 1846 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, April 1847, S. 193.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Den Gegenstand meiner Erfindung bildet eine Maschine, bei welcher eine Reihe schneidender Flächen veranlaßt wird Erdstreifen oder Schollen auszuschneiden, und zwar so, daß die ausgegrabene Erde der Maschine aus dem Wege geschafft wird, um ihrem Vorrücken nicht hinderlich zu seyn.

Fig. 44 ist ein Grundriß,

Fig. 45 eine Seitenansicht und

Fig. 46 ein Endaufriß meiner Maschine. In sämmtlichen Figuren sind zur Bezeichnung entsprechender Theile gleiche Buchstaben gewählt. a, a ist das auf vier Rädern b, b ruhende Gestell der Maschine; c, c¹ sind die Achsen dieser Räder; d, d sind die Messer, von denen eines in Fig. 47 besonders dargestellt ist. Jedes dieser Messer ist an einen Arm der Welle e befestigt. Da die letztere in der Richtung des Pfeils rotirt, so schneiden die Kanten d¹ Erdschollen aus, welche in dem durch das eigenthümlich gestaltete Instrument gebildeten Kasten aufgenommen werden. Während der Rotation des Apparates kann aber die frisch ausgeschnittene Erde nicht eher aus den Instrumenten d herausfallen, als bis jedes bei A angelangt ist, indem der Theil d² des Instrumentes d in der Art nach vorn sich erstreckt, daß die Erde bis zum Punkte A zurückgehalten wird.

An der Welle e befindet sich ein Kettenrad f, welches durch die Kette g in Bewegung gesetzt wird; letztere läuft über das an der Achse h¹ sitzende Kettenrad h und wird durch dasselbe getrieben. Die Achse h¹ ist im Gestell a gelagert und enthält ein Schraubenrad i, welches durch die an der Achse j¹ befindliche endlose Schraube j umgetrieben wird. An der Achse j¹ ist das Winkelgetriebe j² befestigt, welches mit dem an der Kurbelwelle l befindlichen Winkelrabe k im Eingriff steht. Durch die Vermittelung der an der Welle l befindlichen Kurbeln l¹, l¹ werden die verschiedenen Theile des Apparates von einer mit dem Gestell a in Verbindung gebrachten Dampfmaschine oder anderen Triebkraft aus in Thätigkeit gesetzt. Die Erde fällt aus den Instrumenten d, d in Eimer m, n, die auf den endlosen Ketten o, o, p, p angeordnet sind. Solcher Eimerketten |89| sind zwei vorhanden, jedoch ist nur eine derselben abgebildet, damit andere Maschinentheile nicht verdeckt werden. Jeder Eimer besteht aus einer Rückwand m¹, n¹ und zwei Seitenwänden m², n², von denen je zwei über die beiden Seitenwände des nächstfolgenden Eimers greifen. Dieß wird aus Fig. 48 deutlicher erhellen, wo ein Theil der endlosen Eimerkette abgesondert nach einem größeren Maaßstabe dargestellt ist. Die Seitenwände der aufeinanderfolgenden Eimer greifen deßwegen übereinander, damit keine Seitenöffnungen entstehen, wenn die Eimer über die Kettenräder laufen. Die Bewegung der endlosen Eimerkette nach der Richtung der Pfeile wird auf folgende Weise bewerkstelligt. An der Achsel sind excentrische Scheiben r, r befestigt; diese excentrischen Scheiben sehen vermittelst ihrer Stangen r¹, r¹, welche mit den Kurbeln s² verbunden sind, die Achse s in Bewegung. An diese sind die Kettenräder o¹, o¹ befestigt, welche die endlosen Ketten o, o mit den Eimern m, m in Bewegung setzen. Diese Ketten setzen vermittelst der Kettenräder o², o² die Achse q und sofort die Ketten der Eimer n, n in Thätigkeit, indem die Achse q andere Kettenräder q¹, q¹ enthält, welche den Ketten p, p, woran die Eimer n, n befestigt sind, Bewegung ertheilen. Die oberen Theile der Ketten p, p laufen über die an der Achse t befindlichen Rollen und werden durch dieselben geleitet.

Von den beiden äußersten der Instrumente d, d fällt die Erde in die Ketteneimer n, welche sie in der Richtung der Pfeile mit sich fortnehmen und in die Rinnen v schütten. Diese leiten die Erde nach den endlosen Ketten der Eimer m, m, welche auch die durch die andern Instrumente d ausgegrabene Erde aufnehmen und dem Trog w zuführen. Dieser auf dem Hauptgestell a ruhende Trog hat einen mit Rädern w², w² versehenen beweglichen Boden w¹; die Räder w² aber rollen auf den Schienen w³, so daß der Inhalt des Trogs w von Zeit zu Zeit in geeignete Karren zur Weiterbeförderung entleert werden kann. Jedes der Grabinstrumente d lasse ich in einer Minute viermal in Thätigkeit kommen, und gebe daher den Theilen auf den Schienen x, x eine leichte Vorwärtsbewegung. An der Welle l befindet sich nämlich eine endlose Schraube, welche in das an der Achse y¹ sitzende Rad y greift; die Achse y¹ enthält ferner eine Schraube, welche in das an der Achse der Tragräder befindliche Schraubenrad c² greift. Durch Substitution anderer Schrauben und Räder von verschiedener Gangweite ändere ich die Geschwindigkeit, womit die Maschine längs der Schienen x arbeitet und somit die Quantität des ausgegrabenen Erdreichs je nach der Beschaffenheit des Bodens ab; ferner gebe ich der Achse e einen solchen Ueberhang |90| über das Gestell, daß neue Bahnschienen an die andern angestoßen werden können.

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