Titel: Ueber die elektrische Wirkung beim Vergolden des Kupfers und Verzinken des Eisens; von Sainte-Preuve.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 105/Miszelle 3 (S. 459)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj105/mi105mi06_3

Ueber die elektrische Wirkung beim Vergolden des Kupfers und Verzinken des Eisens; von Sainte-Preuve.

Das Vergolden des Kupfers läßt sich am vortheilhaftesten ausführen, wenn das Bad alkalisch ist; das Verzinken des Eisens hingegen, wenn das Bad sauer ist. Diese beiden Thatsachen sind in Uebereinstimmung mit der Classification von Berzelius und mit den Beobachtungen von Becquerel.

Nach Berzelius ist das Gold bei seiner Berührung mit dem Kupfer negativ; und nach Becquerel ist das Gold auch negativ in Berührung mit den Alkalien. Hier stimmen also die beiden elektrischen Wirkungen überein, was die Ablagerung des Goldes in dünner Schicht auf das Kupfer begünstigt. – Ebenso ist das Zink in Berührung mit dem Eisen positiv und die Berührung mit den Säuren ertheilt ihm denselben elektrischen Zustand. Auch hier stimmen also die beiden elektrischen Wirkungen zusammen.

Aus diesen Principien folgt aber nicht nothwendig, daß man nur unter den erwähnten Umständen vergolden und verzinken kann. Unter ausnahmsweisen Umständen kann man das Vergolden auch in einem sauren oder neutralen Bade und das Verzinken in einem alkalischen oder neutralen Bade bewirken. Dazu genügt es, daß die elektrische Wirkung des Kupfers auf das Gold stärker ist als diejenige des sauren oder neutralen Bades auf das Gold; und ebenso daß die elektrische Wirkung des Eisens auf das Zink diejenige des alkalischen oder neutralen Bades auf das Zink überwiegt. Endlich kann man mittelst eines Volta'schen Elements (oder selbst einer galvanischen Säule) den positiven Zustand, welchen das saure Bad beim Vergolden anzunehmen strebt, in den negativen verwandeln und eben so den negativen Zustand, welchen das Verzinkungsbad annehmen sollte, in den positiven. (Comptes rendus, Jun. 1847, Nr. 26.)

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