Titel: Gonfreville, über die indische Seidenfärberei.
Autor: Gonfreville, D.
Fundstelle: 1847, Band 106, Nr. XIV. (S. 40–54)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj106/ar106014

XIV. Das indische Verfahren der Seidenfärberei und Verbesserungen in der Anwendung einiger neuen Farbstoffe; von D. Gonfreville.

Aus dem Technologiste, Nov. und Dec. 1846.

I. Capitel.
Degummiren, Auskochen und Bleichen der Seide.

Bekanntlich ist die indische Seide in der Regel weicher, biegsamer, geschmeidiger und stärker als die Lyoner etc. Ein nur etwas geübter Fabrikant weiß ein Gewebe, z.B. ein Foulardtuch, von indischer Seide schon durch das bloße Anfühlen von einem französischen zu unterscheiden. Die indische Seide ist in der Regel auch zum Bedrucken oder Färben in hübschen Farben geeigneter.

§. 1. Degummiren.

Die Seide wird durch Eintauchen in das Karumbad von 1/2 bis 3/4 Grad und allmähliches Erwärmen degummirt; je nach den Fortschritten dieses ersten Processes läßt man sie mehr oder weniger lang darin und nimmt sie gewöhnlich heraus, wenn das Bad zu sieben beginnt. Zuweilen jedoch, wenn die Seide gummihaltiger ist, läßt man sie ohne Rachtheil eine Zeit lang kochen.

Dieses Karum wird gerade so bereitet, wie in dem Artikel über die Blauküpe (polytechn. Journal. Bd. C S. 393) gesagt wurde, aus Olla-Munnoo und Kalk von gebrannten Muscheln.

§. 2. Auskochen.

Das Auskochen geschieht mit Seifenwasser; die Seife dazu wird mit Karum und Gengely- oder Sesamöl bereitet. Diese Seife ist sehr gut und wird auch in der Haushaltung benützt.

Auf 19 Tuk (touques) oder 17,5 Kilogr. roher Seide werden 2 bis 3 Tuk = 3,5 bis 5 1/4 Kilogr. Seife bester Sorte genommen; man läßt die Seide in Säcken von Baumwollentuch kochen, welche vorher auf dem Rasen gebleicht und mit Seife gewaschen wurden; man kocht die Seide 1 bis 2 Stunden in einem recht reichlichen, mit sehr reinem Wasser bereiteten Bad. Die Seide wird dann herausgenommen und man läßt sie abtropfen, um sich des Bads wieder zu bedienen, während welcher Zeit man ein anderes Bad von kochendem Wasser bereitete, in |41| das man die Säcke wirft, sie darin herumzieht und reinigt, worauf man sie an den Teich trägt und hineinwirft, wo dann die Säcke geöffnet, und jeder einzelne Seidensträhn (pentine) sehr sorgfältig ausgewaschen und ausgeschlagen wird.

Das zweite, zur Reinigung der Seide von der Seife bestimmte Bad wird zu einer weitern Operation benutzt, indem man ihm Seife zusetzt um es auf die gehörige Stärke zum Auskochen von Seide zu bringen.

§. 3. Bleichen.

Es gibt gelbe und weiße Seide. Für einige helle und lebhafte Farben bedarf man eines vollkommenem Weiß. Man legt sie einige Tage auf den Rasen und in kurzer Zeit, wie beim Bleichen des Wachses, wird die Seide rein und bedeutend weißer. Um aber das schönste Weiß zu erhalten, gibt man der Seide noch ein Seifenbad. Gebläut wird mit Indigblau, rosirt mit Lack. Zuweilen wird die Seide gefärbt, ohne sie zu degummiren und zwar geschieht dieß für ordinäre Zeuge, oder um die Sahlleisten beim Weben stärker zu erhalten.

II. Capitel.
Roth
mit Komburruk (Gummilack).8)

Um die Seide lackroth zu färben, bedienen sich die Inder folgenden Verfahrens.

1) Man bäucht die Seide in einer aus Olla-Munnoo und Kalk bereiteten, schwachen Lauge (siehe die Blauküpe). Man bewegt die Seide in dieser Lauge umher, die allmählich bis zum anfangenden Sieden erhitzt wird; alsdann wird die Seide sehr schnell herausgezogen, um sie auszuringen, auszuwaschen und im Flusse zu schweifen, worauf man sie trocknet.

2) Auf jedes Pfund Seide pulvert man 1 Loth Appla-Karum (ungereinigtes Natronsalz), 2 Loth Alaun9) und 1 Loth Curcuma (Mara Munjil). Diese drei Substanzen bringt man in einen Kessel mit so viel reinem kaltem Wasser, als zu 2 bis 3 Stunden langem |42| Durchnehmen jedes Pfundes Seide hinreicht und behandelt dann die Seide in dieser Beize.

3) Man erhitzt in einem Kruge (panelle) Brunnenwasser und schüttet, wenn es zu sieden beginnt, nach und nach etwas davon in eine dazu bestimmte Schale (tiselle), welche rohen Gummilack (Stangenlack) enthält, der nur von seinem Holz abgesondert wurde, und trennt mittelst eines steinernen Läufers alles Auflösliche von dieser Substanz, indem man in die Schale immer siedendes Wasser nachgießt, dann frische Mengen Lacks hineinwirft, bis 5 Pfd. beisammen sind. Nun vereinigt man alle diese rothen Farbenbrühen, und zwar die stärkern und die schwächern getrennt, in zwei Hälften; seiht sie durch feine Leinwand oder durch ein sehr eng geflochtenes Sieb, welches zu diesem Zweck immer besonders hergerichtet und gereinigt wird; auf diese Weise wird der Schmutz, und namentlich das im Bad geschmolzene Harz, abgesondert, welches der Farbe schaden würde, indem es sich der Seide oder dem Zeuge anhängt. Ist das Bad auf diese Weise zubereitet, so wird folgendermaßen ausgefärbt.

4) a. Man nimmt zuerst das schwächere Bad und setzt 4 bis 6 Loth reife Tamarinden per Pfd. Seide hinzu,10) die man vorher mit gewöhnlichem Wasser anrührt und von welchen die in diesen Früchten enthaltenen Kerne und schleimigen Theile sorgfältig getrennt werden. Dieses Bad erhitzt man allmählich, behandelt darin die auf besagte Weise vorbereitete und ausgewaschene Seide; das Feuer wird langsam verstärkt und die Seide so lange durchgenommen, bis das Bad erschöpft ist, was eintritt, ohne daß es zum Kochen zu kommen braucht; hierauf nimmt man die Seide heraus, wäscht sie aus und schreitet nun b. zum zweiten Färben mit der andern, stärkern Hälfte des Bads, welchem 6 bis 8 Loth auf obige Weise zubereiteter Tamarinden (auf jedes Pfd. Seide) zugesetzt werden; man passirt die über kleine, sehr bequeme Cylinder aus dicken vollen Glasstäben gespannte Seide ohne Erwärmung; hierauf wird allmählich erhitzt, um das Bad in 1 1/2, bis 2 Stunden zum Sieden zu bringen, unter oftmaligem Passiren der Seide und dann passirt man sie beim vollen Sieben, bis sie die gewünschte Farbe hat, 30 bis 45 Minuten lang. Behufs der reichsten Nüancen wird in der Regel 2, 3mal etc. mit frischer Beize und frischem Färbebad das Ausfärben wiederholt, indem man einen Tag zu jeder Operation verwendet.

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Viele wissen nicht, daß eben dieser Lack, aus welchem der größte Theil des Farbstoffs schon ausgezogen ist, meistens unter dem Namen Körnerlack (seed-lac) nach Europa versandt, und auch in großer Menge dem Gummilack erster Sorte und naturell beigemengt wird. Allgemein glaubt man, daß es eine Art Reinigung sey, welche man mit diesem rohen Lack in Indien vor seiner Versendung nach Europa vornimmt, während er in der That von dem größten Theil seines zum Rothfärben dienlichen Farbstoffs gereinigt (d.h. desselben beraubt) wird; denn die indischen Shettys (Färber) haben mit 5 Pfd. dieses rohen Lacks erster Sorte schon 1 Pfd. Seide prächtig purpurroth gefärbt;11) sie lassen zwar noch einen beträchtlichen Antheil Farbstoff darin, der aber nicht so rein und schön, und nicht so leicht abzusondern ist.12)

III. Capitel.
Verschiedene Farben mittelst Souroul, Sembouram, Vaympadum-Puttay.13)

1) Roth mit Alaunbeize.

2) Purpurroth mit essigsaurem Zinn.

3) Purpurviolett mit zinnsaurem Ammoniak.

4) Flohbraun mit salpetersaurem Eisenoxyd.

5) Braunroth mit doppelt-chromsaurem Kali.

6) Carmelit mit salzsaurem Mangan.

1) Roth mit Alaunbeize.

Man färbt in Indien, zu Goudelour, in der großen Aldee, zu Madras etc. Seide, Baumwolle und Wolle rothbraun mittelst dieser Rinde, deren Aufguß und Decoct eine dem Blauholzbad ähnliche Farbe hat.

Dieses Roth etc. ist nicht so haltbar wie das der Chaya-ver, und dient mehr zum Färben von Zeugen geringern Werths. Um auf indische Weise zu verfahren, braucht man nur 1) die Seide, Baumwolle |44| und Wolle mit Alaun gehörig zu beizen; erstere kalt, die zweite bei 24° R., die dritte kochend und zwar in einem Bad von verschiedener Stärke, je nach den verlangten Nüancen; 2) die Seide und die Wolle sorgfältig auszuwaschen, ohne sie vorher zu trocknen, die Baumwolle aber, nachdem sie getrocknet wurde; nach dem Auswaschen dann die Stoffe in einem sehr schwachen Karumbad kalt zu reinigen (bei einigen sehr dunkeln Nüancen wird die Reinigung nicht auf diese Weise vorgenommen); 3) in einem vom Lauwarmen bis zum Kochen übergehenden Bad von Souroul-Puttay 1 bis 1 1/2 Stunden lang durchzunehmen, welches Bad man dadurch bereitet, daß man diese Rinde in Wasser sieden läßt, und dann durch sehr feine Leinwand und ein sehr feines Sieb laufen läßt. Diese Rinde in erster Qualität besteht hauptsächlich aus kleinen Häutchen, welche schuppenförmig übereinander liegen und erfordert daher ein sehr sorgfältiges Filtriren, um ein vollkommen reines Bad zu erhalten. Dieses Färbebad von 1/2 Kilogr. auf 10 Liter Wasser ist sehr stark gefärbt und sieht wie starker Burgunderwein aus.

Für dunkle Farben beizt und färbt man zweimal; ein Alkali erhöht noch den Ton dieser Farbe.14)

IV. Capitel.
Blau.
Ueber die Indig- (oder Blau-) Küpe.

Die Seide15) wird, wie das Wachs, durch die Einwirkung des Wassers, der Luft und der Sonne gebleicht. Nach dem Kochen mit Karum legt man sie nur auf einige Tage auf dem Rasen, oder auf dem in der Abhandlung über die Fabrication der Turbans (polytechn. Journal Bd. CV S. 204) beschriebenen Parquet aus, und gibt zuletzt ein Seifenbad.

Das Verfahren, die indische Blauküpe darzustellen, wurde in der Abhandlung über das Blaufärben der sogenannten Guinea zeuge (polytechn. Journal Bd. C S. 385) beschrieben; es ist daher hier nur auf die nöthigen Vorsichtsmaßregeln aufmerksam zu machen, damit das Färben der Seide in Strähnen, welches ebenfalls in der Indigküpe geschieht, gut gelinge.

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Man spannt die Seide in kleinen Strähnchen über zwei Glascylinder16) (dicke volle Stäbe); auf jeden bringt man nur 4 bis 5 Hectogr., in zwei kleine, durch Schnüre zusammengehaltene Strähne abgetheilt. Diese Stäbe sind so kurz, daß sie horizontal in die Küpe gehen und der Shetty verrichtet seine ganze Arbeit im Bad, indem er sich der beiden Stäbe zum Umdrehen und zum Gespannthalten der Seide bedient, so daß sie sich nicht verwirren kann, und während der ganzen, 60 bis 90 Secunden für jeden Eintrag dauernden Behandlung, nicht über die Oberfläche des Bads herauskömmt; man bringt rasch in das Bad hinein und aus demselben wieder heraus.

Man ringt auch die Seide immer von Hand mittelst der zwei Glasstäbe aus.

Man gibt, wie bei der Baumwolle, 5 bis 6 schwache Küpen, um ein helles oder mittleres Blau zu erhalten, und 8, 10 bis 12 Küpen für ein dunkles Blau; wegen der alkalischen Beschaffenheit der Küpe darf die Seide aber nie getrocknet werden, ohne sie vorher auszuwaschen; man wäscht sie sogar zuletzt noch mit warmem Wasser aus.

Folgende Punkte sind beim Blaufärben zu beobachten: 1) die Seide muß gut ausgekocht und ausgewaschen werden; 2) um helle, lebhafte, gleichförmige und dauerhafte Nüancen zu erhalten, muß die Seide vollkommen degummirt und gebleicht seyn; 3) die Küpenbäder (indische Tagarey-Verey-Küpe) müssen in gutem Zustande und von der Farbe der gebrannten Terra di Siena oder des Broms seyn; auf der Oberfläche sollen sie Adern haben und die Seide gut grünen; 4) wenigstens 24 Stunden lasse man sie sich absetzen, und schäume sie ab; 5) das Durchnehmen der Seide muß geschickt, ohne Unterbrechung und rasch geschehen, damit das Grün der Küpe sich nicht bricht; 6) die Strähne müssen gut über die Glasstäbe gespannt seyn, weil sie nach jedem Durchnehmen gleichförmig ausgewunden, gelüftet und während des Vergrünens ausgebreitet werden müssen; 7) sie sollen rasch gewaschen und getrocknet werden; 8) man fängt das Ausfärben mit den schwächsten Küpen an und nimmt immer stärkere Bäder; 9) mittlere Nüancen vollendet man mit Küpen die schon einmal gebraucht wurden; 10) für sehr dunkle Nüancen, Königsblau, Grünblau, Schwarzblau, wird 6, 8, 10 und wohl 12mal durchgenommen und zwar in neuen Bädern von gehöriger Stärke; 11) für helle, sehr gleichförmige, blaue Nüancen thut |46| man gut, wenigstens 3 bis 4mal durchzunehmen und 12) in diesem Verhältniß für die Mittlern Nüancen.

Die sorgfältigen Shettys verabsäumen keine dieser Vorsichtsmaaßregeln, die alle, um gut zu färben, gleich nothwendig sind. Freilich ist dieses Verfahren etwas langwierig, allein die Qualität der Producte entschädigt sie dafür. Uebrigens ist auch der Arbeitslohn sehr gering; ein Vorarbeiter erhält per Tag 1 Fanon oder 30 Centimes; ein Lehrling im Monat 1 Rupie oder 2 Francs 40 Cent.; eine Frau per Tag 1/2 Fanon oder 15 Centimes; demnach kömmt ihr langwieriges Verfahren noch viel wohlfeiler zu stehen, als unser schnelleres. Unsere vollkommensten mechanischen Hülfsmittel vermögen in manchen Fällen die Hand eines geschickten Arbeiters nicht zu ersetzen; so würde sich z.B. ein Lyoner Färber nicht darein fügen können, die Seide nach jedesmaligem Durchnehmen trocknen zu lassen; dieses Verfahren wäre ihm zu langwierig und zu kostspielig; die heiße, brennende Luft in Indien aber ist eine wohlfeile Trockenanstalt, die wir uns auch in unsern südlichen Gegenden nicht verschaffen können.

Außerdem haben die natürliche Bleiche der Seide und die eigenthümliche Zusammensetzung der indischen Küpe einen günstigen Einfluß auf den Ton, Körper und Glanz dieser Farbe. Denn noch nie ist in Europa ein so glänzendes Blau wie das der indischen Guineas hervorgebracht worden, sogar den englischen Fabrikanten gelang es erst, als sie diese Küpe in ihren Colonien einführten. Ebenso trägt der Charakter der Hindus zu der Güte und Wohlfeilheit ihrer Waare bei; ist der französische Arbeiter auch thätiger, so hat hingegen der indische eine Geduld und Beharrlichkeit, wobei er die Zeit gar nicht in Anschlag bringt, sondern nur darauf sieht, daß nichts versäumt wird.

V. Capitel.
Gelb.

§. 1. Degummiren.

Die Seide wird präparirt wie zu Roth.

§. 2. Beize.

Das Alaunen geschieht nach dem für das Gelb auf Baumwolle (polytechn. Journal Bd. CII S. 132) angegebenen Verfahren, wobei man auf das Alaunen ein schwaches alkalisches Bad folgen läßt, um die vollkommene Fällung der Thonerde auf die Seide zu bewirken; für dunkle Nüancen wird in Alaun und in Karum durchgenommen und |47| nach jeder Beize noch naß ausgewaschen; nach dem letzten Karumbad wird nicht mehr ausgewaschen.

Im Alaunbad läßt man gerne 4 bis 5 Tage liegen, zuweilen aber nimmt man die Seide schon nach 36 bis 48 Stunden heraus; bei hellen oder Mittlern Nüancen genügt 1/4 oder 1/5 Alaun vom Gewicht der Seide; behufs eines sehr intensiven Goldgelb gibt der Shetty nach einer oder zwei Färbungen wieder Beize und Karum wie oben; ebenso wird auch noch eine dritte und vierte Farbe gegeben.

§. 3. Ausfärben.

Die Bereitung des Cassa-Elley-Bads wurde a. a. O. beschrieben. Für ein helles Gelb wird auf 1 Kilogr. Seide 1 Kilogr. Cassa gegenommen; für ein reines, mittleres Gelb 2 Kilogr., und für ein dunkles Gelb 3, 4 und sogar 5 Kilogr.; für Goldgelb wird die Farbe noch durch Zusatz von etwas Nonna-Ver erhöht, welches für sich allein mit derselben Beize in kleiner Menge eine orangegelbe Nüance, und in größerer Menge Orangeroth oder Nacaroth gibt.

Man erzielt auch Goldgelb mittelst 1) eines Grunds von Capilapodie; 2) Alaunens und 3) eines Cassa-Bads. Die Ulva- oder Vendiumkörner liefern ebenfalls auf gehörig gebeizten Stoffen ein dauerhaftes Gelb.

Diese drei wichtigen Stoffe zum Gelb- und Rothfärben liefern sehr haltbare Farben und verdienen deßwegen und wegen ihres außerordentlich geringen Preises die Beachtung der Rheder, welche Schiffe nach Indien senden; es wäre für die Befrachtung des Schiffs vortheilhafter, diese Substanzen in Indien pulvern und sieben zu lassen etc., damit die Blätter und Wurzeln nicht zu viel Platz einnehmen und sie dann in 25 Kilogr. schweren Säcken oder in Fässern etc. zu versenden, wie dieß auch mit dem spanischen Sumach, dem holländischen Krapp etc. geschieht. Auf eine noch bessere Weise aber könnte man unsere Industrie mit diesen uns wirklich abgehenden Farbstoffen beschenken, nämlich durch Bereitung reiner Extracte aus denselben. Fabriken zu Puteaur etc. liefern dergleichen Producte. Sehr rathsam wäre es, um den Engländern bei dieser Unternehmung nicht den Vorrang zu lassen, den Anbau jener Farbmaterialien im südlichen Frankreich und Algerien zu ermuntern.

Bei der Sorgfalt, womit der Inder färbt und der Zeit, welche er seinem Erzeugnisse widmet, färbt er Gelb oft 3, 4, 5mal aus, was in unsern Werkstätten nur beim Dunkelblau geschieht.

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Wie beim Blaufärben, sowohl behufs einer reinblauen Nüance, als um einen Grund für Grün, Schwarz, Violett etc. zu erhalten, in der warmen wie in der kalten Küpe, eine Reihe von Passagen vorgenommen wird, wobei der Inder jedesmal dazwischen trocknet; so sollte alles dieses auch bei gelben, rothen, schwarzen etc. Farben geschehen, um die betreffenden Bäder bestens zu erschöpfen. Das schönste, lebhafteste, dauerhafteste Roth der Madura-Turbans wird sogar durch 10 bis 12 kalte Ausfärbungen im Chaya-ver-Aufguß erhalten, nachdem die vorausgehenden Operationen schon über 2 Monate dauerten; das Product ist aber auch in jeder Hinsicht ausgezeichnet (man vergl. polytechn. Journal Bd. CV S. 129). Die europäischen Farben übertreffen die indischen in der Regel an Glanz, dagegen sind die indischen viel dauerhafter.

VI. Capitel.
Aechtes Lilas mittelst Chaya-ver.
Auf 20 Kilogr. rohe Seide.

§. 1. Degummiren oder Absieden.

Der Shetty degummirt die Seide wie gesagt in einem schwachen Karumbad oder vielmehr in einer schwachen Auflösung von kohlensaurem Natron; sie wird dann ausgewaschen und geschweift.

§. 2. Auskochen mit Seife.

Man bereitet ein Seifenbad mit soviel Seife als dem Fünftel, manchmal dem Viertel des Gewichts der Seide entspricht, läßt die Seide ungefähr zwei Stunden lang darin kochen, wäscht, schweift, ringt sie aus; die noch feuchte Seide spannt man dann über 30 befestigte Stäbe und umgibt sie mit einem doppelten weißen etwas feuchten Tuch, um sie bis zur Färbeoperation feucht zu erhalten.17) Zwei Personen schicken sich zum Durchnehmen an, welches rasch und mit Geschicklichkeit geschehen muß; um die Arbeit gehörig vornehmen zu können, darf der Zuber nur auf 3 bis 4 Zoll vom Rand gefüllt seyn. Somit ist dann alles hergerichtet zu folgender Beize.

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§. 3. Beize.

Dieses Verfahren gehört nicht den Indern an, sondern wurde von mir entdeckt. Durch viele Versuche über die schätzbaren Eigenschaften der Chaya-ver18) überzeugte ich mich, daß mittelst geeigneter Beizen durch sie der Seide mehrere sehr lebhafte und sehr dauerhafte Farben, auch Lilas- und Violett ohne blauen Küpengrund, dessen man sich bisher immer dazu bediente, ertheilt werden können.

In 40 bis 50 Eimer (der Eimer zu 10 Liter) reinen Wassers von 20 bis 24° R., die sich in einem ovalen, hinreichend großen Zuber von weichem Holz befinden, gießt man zuerst 2 Liter starken Essigs, rührt mit einem starken Besen gut um, und setzt sodann 5 Deciliter essigsauren Eisenoxyds von 9° B. zu; man rührt neuerdings um, senkt den Haspel mit Seidensträhnen ein und dreht ihn einigemal um; man hebt ihn dann auf einmal aus der Kufe, setzt dem Bad neuerdings 2 Liter Essig und 5 Deciliter essigsauren Eisenoxyds von 9° zu; rührt um und passirt gleich darauf die Seide noch einmal 5 Minuten lang; dann zieht man den Haspel heraus, nimmt die Seide von den Stäben ab, lüftet und wäscht sie.

Folgendes sind die Gründe dieses Verfahrens. Ein reichliches Bad wird genommen, um die so schwache Beize auf der Seide gleichmäßig zu verbreiten, da sie sich sehr schnell auf ihr fixirt. Etwas Essig wird dem Bade zugesetzt, um das Eisenoxyd aufgelöst zu erhalten, da sich die Flüssigkeit sonst sehr bald brechen oder zersetzen würde. Aus demselben Grund muß das Passiren schnell und geschickt vorgenommen werden, wo dann aber auch gar kein Eisenoxyd im Bad zurückbleibt, sondern bloß Wasser und sehr wenig Essig.

§. 4. Waschen nach dem Beizen.

Man wäscht im laufenden Wasser zweimal durch, und passirt sie dann in einer Kufe durch ein Bad von frischem Wasser, in welches statt essigsauren Eisens, 10 Liter Sodawasser von 1° gebracht wurde; nach 4 bis 5maligem Passiren ringt man sie aus, ohne sie zu waschen; die nun fleischfarbene Seide ist zum Ausfärben fertig.

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§. 5. Ausfärben.

Für jedes Kilogr. auf zweimal zu färbender Seide genügt 1 Kil. Chaya-ver erster Qualität, zu einem unfühlbaren Pulver gestoßen für ein dunkles Lilas, und 1/2 Kilogr. zu blassem Lilas; für letzteres muß natürlich die Beize in verhältnißmäßig geringerer Menge angewandt werden, damit sie von dem Farbstoff vollkommen gesättigt werden kann.

Die Seide wird feucht gelassen, aber ausgewunden in dieses Bad (in einer Schale) gebracht; vorher vertheilt man die Hälfte der gepulverten Chaya-ver gleichmäßig im Wasser, passirt alle Seide auf einmal darin, läßt sie 6 Stunden lang darin liegen und setzt dann die andere Hälfte der Chaya-ver zu. Die Seide bleibt, wie bei der gewöhnlichen Alaunbeize, im Ganzen 24 bis 36 Stunden lang im Bade, worin man sie 3 bis 4mal umherzieht und wendet; sie erscheint anfangs fleckig, was aber von keinen nachtheiligen Folgen ist; die Sättigung der Beize durch den Farbstoff erfolgt nämlich nur allmählich und wird erst beim zweiten Ausfärben mit der andern Hälfte der Chaya-ver zu einer vollkommenen. Um aber diese vollkommene Gleichheit der Farbe zu erzielen, muß vor allem die Beize sehr gleichförmig aufgetragen worden seyn; die zweite Bedingung ist, daß die Beize mit Farbe gesättigt werde; denn wenn die Chaya-ver von geringer Qualität ist, oder nicht genug davon verwendet wurde, bleibt die Farbe mager, matt und fleckig.

Aechtes Violett.

Für eine dunklere Nüance, z.B. ein Blauviolett, muß die Menge der Beize, so wie auch die des Farbstoffs verdoppelt werden.19)

Schwärzliches Violett.

Man kann durch Anwendung einer stärkeren Beize und verhältnißmäßig mehr Farbstoff ein beinahe schwarzes Violett erzielen.

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Die aus dem Farbbad für Lilas, Violett oder schwärzliches Violett kommende Seide ist von grauer, matter und schmutziger Farbe und muß nun avivirt werden.

§. 6. Aviviren.

Man imprägnirt die Seide in der Schale in sehr kurzem Bad, nach dem bekannten Verfahren; 20 Liter Flüssigkeit sind dazu hinreichend; die Soda-Auflösung für Lilas hat 1/4°, für Violett 1/2°; die mit der alkalischen Flüssigkeit getränkte und ausgerungene Seide bringt man dann in das Parquet (man vergl. polytechn. Journal Bd. CV S. 204). Nach Verlauf von 24 Stunden wird sie darin schön lilas oder violett. Zu bemerken ist, daß wenn man in der Chaya-ver-Flotte kochen ließ, die Avivirung nicht so gut ausfiel; um der Farbe die letzte Vollendung zu geben, passirt man die Seide noch durch ein schwaches Ammoniakbad, ohne auszuwaschen. Man erhält auf diese Weise ein Lilas von lebhaftem, sammetartigem Aussehen und der größten Haltbarkeit. Muster von so gefärbter Seide, sechs Monate lang der Witterung ausgesetzt, wurden zwar schmutzig und rauchig, aber durch Waschen mit Seife erhielten sie ihren Glanz und ihre Intensität vollkommen wieder.

VII. Capitel.
Purpurroth.
Auf 10 Kilogramme Seide.

§. 1. Degummiren, Auskochen und Auswaschen.

Purpurroth mit zinnsaurem Ammoniak und Souroul-Puttay.

§. 2. Beize.

Auf 1/2 Kilogr. trocknen Zinnchlorids schüttet man vorsichtig 1 1/2 Kil. Ammoniak und eine Stunde später, nachdem die Erhitzung aufgehört hat, noch 1/2 Kilogr. Ammoniak und zuletzt 1/2 Kil. Das Bad bleibt nach den zwei ersten Beimischungen immer etwas milchig, und hellt sich erst nach der dritten auf.

Die Auflösung des mittelst Salpetersäure bereiteten Zinnoxyds in Ammoniak gab keine so guten Nüancen. Zu einigen mit Chaya-ver darstellbaren Nüancen jedoch, zu Purpur, Nelkenbraun, Braunroth etc., thut diese alkalische Beize auf Seide und Wolle recht gute Dienste.

Man windet die Seide schwach aus und läßt sie noch 24 Stunden lang liegen.

Bei einer sehr schwachen Beize braucht man nicht zu waschen.

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§. 3. Auswaschen der starken Beize.

Bloß zwei Touren.

§. 4. Erstes (oder An-) Färben.

Man behandelt die Seide hierauf wie gewöhnlich im lauwarmen Souroul-Bad eine halbe Stunde lang und ringt sie dann aus.

Zweites (oder Aus-) Färben.

Reines Souroul-Bad, nach und nach erhitzt; nachdem das Durchnehmen zur Hälfte geschehen ist, setzt man wieder Bad zu, um fertig und dem Muster gleich zu machen. Würde man gleich anfangs alles Bad zusetzen, so wäre es schwieriger, eine gleichförmige Farbe zu erzielen, weil die Beize sehr schnell anzieht.

§. 5. Nach 30 bis 40 Minuten dauernder Behandlung nimmt man heraus und läßt die Seide erkalten; hierauf wäscht man sie in vielem Wasser aus und hat dann eine recht schön purpurroth gefärbte Seide.

Textabbildung Bd. 106, S. 52

VIII. Capitel.
Orange.
Auf 10 Kilogramme Seide.

§. 1. Degummiren.

Auf folgende Weise verfährt der indische Shetty. Die in Säcken eingeschlossene Seide läßt man in einer aus Olla-Munnoo und Kalk bereiteten Lauge, dem Karum kochen, welche 8/10 Grad hat (deren Bereitung siehe in der Abhandlung über das Blaufärben der Guinea-Zeuge im polytechn. Journal Bd. C S. 393); dieselbe wird erhitzt und die Seide darin durchgenommen, bis das Sieden beginnt; dann wird sie schnell herausgenommen um sie auszuringen; man wäscht sie im Flusse, ringt sie aus und trocknet sie.

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§. 2. Auskochen.

Für diese Farbe und eine dunkle Nüance ist die Seide hiemit hinlänglich degummirt; allein für eine helle, lebhafte Nüance muß sie noch eine zweite Operation durchmachen in einem kochenden Seifenbad, zu welchem auf 2 Kilogr. Seide 1/2 Kilogr. Seife genommen wird; man läßt die Seide in Säcken ungefähr 2 Stunden lang darin kochen, bis sie weiß und geschmeidig wird.

§. 3. Zubereitung der Capilapodie.20)

Man siebt dieselbe durch einen sehr eng gewebten Musselin oder ein sehr feines Sieb; auf jedes Kilogr. derselben nimmt man 12 Loth Alaun und 12 Loth Applakarum, beide gepulvert und gesiebt; man gießt die gehörige Menge Gengely-Oel (Nell-enney), 1 bis 1 1/2 Kilogr. hinzu, um einen Teig daraus zu bilden, den man wohl knetet. Man läßt 24 bis 36 Stunden lang ruhen; dann gießt man auf dieses teigförmige Gemenge eine Maaß (Pady) schwachen Karums, oder etwa 1 Liter auf das Pfd. Capilapodie und mengt das Ganze gut.

§. 4. Ausfärben.

Dieses Gemenge wird in eine hinlängliche Menge Wassers, etwa 4 bis 5 Liter auf das Pfund Seide, gesiebt und umgerührt, bis alles recht gleichförmig gemischt ist; nun beginnt man die getrocknete Seide eine halbe Stunde lang darin herumzuziehen; ist die Seide wohl damit getränkt, schon etwas gefärbt und mit der pulverigen Substanz bedeckt, dann ringt man sie aus, bringt sie auf die Spannstäbe und erwärmt das Bad gelinde. Allmählich erhöht sich die Nüance der Seide auf Orangegelb; nach 10 Minuten langem Kochen nimmt man sie heraus. Das zurückbleibende Bad dient zum Anfärben anderer Seide.

Statt Wassers kann man zu diesem Bade sehr schwaches Karum nehmen, wenn man eine bedeutende Quantität Capilapodie anwendet, |54| um sehr intensive Nüancen und ein an Färbestoff reicheres Bad zu erhalten.

§. 5. Rosiren.

Man avivirt hierauf die Farbe in Wasser, dem man etwas Pflanzensäure zusetzt; dazu bedient man sich des Bylaimby (Averrhoa Linn.). Zuweilen setzt man dem Bade auch etwas Tamarindensäure zu, je nach dem verlangten Ton der Seide.

Die Orangefarbe von der Capilapodie ist sehr dauerhaft. Durch Anwendung von 1 1/2 Pfd. Capilapodie auf ein Pfd. Seide, Alaunen der Seide und Reinigen derselben in einem schwach alkalischen Bad; dann Ausfärben mit Capilapodie in zwei Operationen, kann man bis zur Capucinerfarbe gelangen.21)

Zinnchlorid, neutrale Zinnauflösung, erhöhen den Ton dieser Farbe. Die Einführung dieses neuen Farbmaterials bei uns, vorzüglich für Seide, wäre ein wahrer Gewinn für die Industrie; wir besitzen noch kein Farbmaterial, welches ein ächtes Orange liefert, die Capilapodie würde sich hiezu eignen. Sie kostet 3 1/2 Frcs. per Kilogr.

Man kann ferner ein schönes ächtes Orange hervorbringen: 1) mit dem Atchroot aus Bengalen; 2) mit dem Jong Kontang aus China. Das Porasum Pallum, das Moorikum-poo, das Solon, das Semballow Pallum, das Soga, das Poolaver, die Noona, das Vahats, das Velum, das Aihwonoé werden ebenfalls von den Indern zum Roth-, Rosenroth- und Aurora-Färben benutzt.

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Die Inder nennen den Strauch, auf welchem das den Lack erzeugende Insect lebt: Shorea jala.

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Ein sehr schönes ächtes Roth auf Seide erhält man auch mittelst zinnsauren Ammoniaks beim Ausfärben in Chaya-ver.

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Früchte von Tamarindus indica.

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Man kann sonach dem schon so behandelten Lack neuerdings siedendes Wasser zusetzen, um ihm die schönste Farbe zu entziehen und ihn ganz zu erschöpfen; das rückständige Harz dient alsdann zu Siegellack, Firnissen etc.

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Durch Behandlung dieser zweiten Rückstände mit Schwefelsäure etc. gewann ich noch eine ziemliche Portion rothen Farbstoff. Mit essigsaurem Zinn, und zinnsaurem Ammoniak gehörig angewandt, erhält man ein lebhafteres Roth, als mit der indischen Beize.

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Puttayrinde; was die Malabaren Souroul, die Tamouls Sembouram und die Javanesen Vaynpadum nennen, ist die Wurzelrinde einer in den Wäldern von Gengy etc. der malabarischen Küste sehr gemeinen Liane. Die Blüthen sind gelb, die Glatter eiförmig, klein, die Rinde ist kastanienbraun, das Häutchen fein und glatt.

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Auch dieses Färben wurde durch obenerwähnte Beizen verbessert. Bei dunkeln Nüancen wird vor dem Alaunen ein Myrobolan-Grund gegeben.

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Da die rohe Seide 20 bis 30 Proc. und darüber durch das Degummiren und Auskochen an Gewicht verliert, so ist hier das Pfund Seide netto zu verstehen, was dann 1 1/5, 1 1/4 oder 1 1/3 Pfd. etc. roher Seide gleichkommt.

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Diese Spanncylinder werden auch aus Stäbchen vom Vertanguy, Caesalpina sapan, gedreht, welche durch den Gebrauch hart, polirt und glänzend wie Elfenbein werden. Einige Shettys bedienen sich sogar elfenbeinerner Stäbe zu dieser Arbeit.

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Es ist besser zur Lilasbeize die Seide feucht anzuwenden, denn wenn sie trocken ist, zieht sie die Beize zu schnell an und bekommt unfehlbar Flecken.

|49|

Chaya-Ver der Malabaren.

Imbouré der Tamouls.

Ishery-Vello der Telingas.

Eastindia madder der Engländer.

Oldenlandia umbellata Linné's.

|50|

Kostenbetrag des mit der Chaya-ver gefärbten ächten Violetts.

Auf 29 Kilogr. roher Seide:

1)Degummiren etc. 1 Kilogr. Karum-Alkali – Frcs.50 Cent.
2)Auskochen, 4 Kilogr. Seife à 50 Cent. 2 „ – „
3)Beize, 2 Liter essigsaures Eisen à 9 Cent. 1 „50 „
4)Reinigung, Sodawasser – „50 „
5)Ausfärben, 40 Kil. Chaya-ver zu 60 Cent. 24 „ – „
Brennmaterial ungefähr 2 „ – „
Arbeitslohn 2 Tage 4 „ – „
Allgemeine Spesen 5 Proc. 1 „50 „
––––––––––––––––
Das Kilogr. 1 Frc. 80 Cent., oder 20 Kil.= 36 Frcs. – Cent.
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Die Capilapodie kostet zu Arcate 4 Pagoden oder 12 Rupien = 33 Frcs. 60 Cent. per Mann = 12 Kilogr.;

Sidaimon der Peguinen,

Capilapodie der Malabaren,

Vassunta gunda der Telingas.

Der Baum ist die Rottlera tinctoria (Roxb), welche von der R. indica (Willd.) verschieden ist.

Corunga-Mnuje-Marum in Malabar.

Die Capilapodie ist ein braunrothes Pulver der sehr reifen Kapseln dieses Baumes, zu dessen Anbau im mittäglichen Frankreich und Algerien ermuntert werden sollte.

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Bei Thonerde-Mordant und essigsaurem Zinn geht die Farbe mehr ins Rothe, und wird durch Dämpfen, sowohl nach dem Beizen als nach dem Färben, noch dunkler.

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