Titel: Zusammensetzung des Taubenmists.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 106/Miszelle 14 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj106/mi106mi02_14

Zusammensetzung des Taubenmists.

Mehrere englische Schiffe haben aus Aegypten Taubenmist auf den Londoner Markt gebracht. Dieser neue Dünger wurde im Laboratorium der königl. Ackerbaugesellschaft analysirt; er enthielt 23,9 Proc. auflösliche und 76,1 Proc. unauflösliche Substanzen und hatte folgende Zusammensetzung:

Wasser 6,65
organische Substanz, welche 3,27 Proc. Stickstoff
(gleich 3,96 Ammoniak) enthält

59,68
Ammoniak 1,50
alkalische Salze 0,42
phosphorsaurer Kalk und Bittererde 7,96
kohlensaurer Kalk 2,37
unauflösliche kieselerdehaltige Substanzen 21,42
––––––
100,00

Dieser Taubenmist enthielt also über ein Fünftel seines Gewichts Sand, eine Beimengung welche in einem Land wie Aegypten fast unvermeidlich ist. Jedenfalls ist dieser Dünger sehr schätzbar und wenn man ihn frei von Sand erhalten könnte, würde er ohne Zweifel ein guter Handelsartikel werden. Von Ammoniak und ammoniakalischen Verbindungen enthält er so viel wie einige der besten Guanos von Ichaboe, dagegen zweimal weniger phosphorsaure Salze, ein Mangel den man für gewisse Böden durch Zusatz von gepulverten Knocken oder Knochenkohle aus den Zuckerraffinerien ersetzen könnte. (Agriculteur-praticien, August 1847.)

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