Titel: Lothman's Verfahren Bleiweiß zu fabriciren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1847, Band 106/Miszelle 4 (S. 154–155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj106/mi106mi02_4
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Lothman's Verfahren Bleiweiß zu fabriciren.

Charles Lothman, Chemiker in London, ließ sich am 7. Januar 1847 folgendes Verfahren hiezu patentiren. Er benutzt eine luftdichte Kammer von 6 Fuß Höhe, eben solcher Länge und Breite, welche am Boden mit einem Feuercanal versehen ist, mittelst dessen sie auf 18 bis 36° Reaumur erwärmt werden kann. Rings um die Kammer herum, etwa 5 Fuß von einander entfernt, sind hölzerne Pfosten errichtet, welche vom Boden derselben bis an ihre Decke reichen; an diese Pfosten wird eine Anzahl Holzstücke befestigt, welche etwa 1 Fuß von einander abstehen und hölzerne Latten von 1 Zoll im Quadrat stützen müssen, die sich von einem Ende der Kammer bis zum andern erstrecken; an letztere hängt man 5 Cntr. Blei auf, welches zu Blech von 2 Fuß Länge, 1 Fuß Breite und 1/16 Zoll Dicke gewalzt ist. Auf den Boden der Kammer stellt man einen Bottich, welcher

60 Maaß (gleich 120 Pfd.) Wasser,
80 Maaß Malz,
2 Pfd. Zucker und
4 Maaß Hefe

enthält und erwärmt das Innere der Kammer auf die angegebene Temperatur, welche unterhalten werden muß, bis das Blei in Bleiweiß verwandelt ist. Die Mischung in der Kammer geht in Gährung über; wenn die weinige Gährung aufgehört hat und die Flüssigkeit schimmelig wird, zieht man sie in Gefäße ab, worin sie mit 10 Maaß Essig vermischt und dann durch Dampf erhitzt wird; sie wird dann nach und nach durch eine Röhre in die Kammer geleitet. Nachdem die Mischung herausgenommen ist, bringt man eine neue an ihre Stelle. (London Journal of arts, Sept. 1847, S. 92.)

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