Titel: Neues Verfahren das Uebergähren der Branntweinmeische zu verhindern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 107/Miszelle 8 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj107/mi107mi01_8

Neues Verfahren das Uebergähren der Branntweinmeische zu verhindern.

Bisher hat man als eines der besten Mittel, das Uebergähren der Branntweinmeische zu verhindern, einen Zusatz von Haferschrot oder von Hafermalzschrot beim Einmeischen der Kartoffeln erkannt, wodurch die Meischwürze dünnflüssiger und als Folge davon der Schaum an der Oberfläche der Jährenden Meische weniger zähe wird, demnach leichter zerfließt. Ein anderes, bloß mechanisch wirkendes Mittel, ist seit einigen Jahren in der Branntweinbrennerei zu Blansko in Mähren in Anwendung. Es gründet sich auf die Betrachtung, daß der aufsteigende übergehende Schaum aus Blasen besteht, die mit kohlensaurem Gase gefüllt sind, und daß, wenn man diese Blasen öffnet, das Gas daraus entweicht und als Folge davon der Schaum niedersinkt. Das Oeffnen der Blasen aber geschieht durch Zerschneiden derselben, indem man dem aufsteigenden Schaume mehrere, auf dem Rande der Gährbottiche aufliegende, parallel neben einander in gleichen Abständen befindliche Schneiden (Messer) entgegensetzt, welche auch von Holz seyn können. Sowie die Schaumblasen an die Schneiden ankommen und angedrückt werden, platzen sie, entleeren ihren Gasinhalt und der Schaum sinkt zusammen.

Diese Messer lassen sich in einen Rahmen zusammenfassen, und ihr Auflegen auf den Gährbottich ist nur im Zustande der sogenannten steigenden Gährung der Meische nothwendig.

Auch Spitzen, in Form von Rechen, wären dazu wohl anwendbar. (Balling's Bericht über die Fortschritte der zymotechnischen Wissenschaft und Gewerbe, S. 166.)

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