Titel: Anwendung der Baumwollabfälle (von Spinnereien) als Dünger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 107/Miszelle 8 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj107/mi107mi02_8

Anwendung der Baumwollabfälle (von Spinnereien) als Dünger.

Hr. Abrand versuchte die Abfälle seiner Baumwollspinnerei, welche aus dem zusammengekehrten Flaum und Staub, dem Abgang beim Abhaspeln des Garns (womit täglich das Oel und Fett von den Maschinentheilen abgewischt wird) und aus den Baumwollkernen bestehen, welche meistens weggeworfen werden und bekanntlich zur Selbstentzündung sehr geneigt sind, zum Düngen von Mistbeeten etc. zu benützen. Am 5. Decbr. 1845 wurden 60 Spargelwurzeln in ein Beet mit solchem Kehricht, übrigens im freien Küchenfelde, eingesetzt und mit langem Stroh bedeckt; am 1. Januar 1846 wurde schon eine ansehnliche Menge Spargel geschnitten; derselbe Versuch wurde ein Jahr darauf mit gleichem Erfolg wiederholt und jedesmal bis zur eigentlichen Spargelzeit (Mai) fort Spargel erhalten. – Von am 10. Febr. gepflanzten Melonen wurde am 8. Mai die erste sehr gute und reife erhalten. – Behufs der Anlage solcher Beete gräbt man den Boden 3 Fuß breit und von der gewöhnlichen Tiefe solcher Beete aus, belegt den Grund mit gährendem Baumwollkehricht, welches man mit den Füßen eintritt, 9 Zoll hoch, begießt reichlich, legt eine sehr dünne Schicht Mist darauf und zuletzt obenauf eine 5 1/2 bis 6 Zoll dicke Schicht Erde. Diese Schicht kann nach der anzubauenden Pflanze von verschiedener Dicke seyn. v. Aubert. (Moniteur industriel 1847, Nr. 1173.)

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