Titel: Ueber die Anwendung der Gutta-percha zum Abformen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 107/Miszelle 5 (S. 314)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj107/mi107mi04_5

Ueber die Anwendung der Gutta-percha zum Abformen.

Ueber diesen Gegenstand hielt Hr. Husk einen Vortrag bei der letzten Versammlung der British Association. Nach folgendem Verfahren erhielt er seine Formen: die Gutta-percha wird auf einer glatten Fläche zu Blättern von verschiedener Dicke ausgerollt; wenn die abzuformenden Gegenstände klein sind, braucht die Dicke der Blätter nicht über ¹ ₁ oder ¹ ₁₆ Zoll zu betragen. Das Blatt wird kurze Zeit in kochendes Wasser getaucht und warm auf den Gegenstand gelegt, auf dessen Oberfläche man es mittelst der Fingerspitze oder eines elastischen Bällchens sorgfältig andrückt, um es ihr dicht und gleichförmig anzupassen. Weiche Gegenstände lassen sich nur abformen wenn sie Elasticität besitzen, wie z.B. lebende oder todte thierische Körper. Zum Abformen sehr zerbrechlicher Gegenstände eignet sich die Gutta-percha gar nicht. Die zartesten Gegenstände aber und die feinsten Erhabenheiten lassen sich, wenn das aus Gutta-percha bestehende Original fest genug ist, beim Gypsguß ohne alle Schwierigkeit von der Matrize trennen, wenn man letztere durch kurzes Eintauchen in heißes Wasser erweicht.

Die weiße Gutta-percha eignet sich zum Abformen besser als die schwarze. (Practical Mechanics' Magazine.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: