Titel: Beschreibung des Baumes welcher die Gutta-percha liefert.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 107/Miszelle 15 (S. 399–400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj107/mi107mi05_15

Beschreibung des Baumes welcher die Gutta-percha liefert.

Das Pharmaceutical Journal von Jacob Bell, Octbr. 1847, enthält eine genaue Beschreibung dieses Baumes von Hrn. J. Hooker, Director des botanischen Gartens zu Kew, nach Exemplaren welche ihm Dr. Oxley von Singapore einsandte.

Der Gutta-percha-Baum (Isonandra gutta, Sapotaceen) entspricht seinem allgemeinen Ansehen nach vollkommen der von Wight gegründeten neuen Gattung Isonandra, nur ist die Blüthe (statt vierweibig) sechsweibig. Hooker benennt die Species I. gutta und beschreibt sie folgendermaßen:

Blätter langgestielt, verkehrt-eiförmig länglich, lederartig, ganzrandig, zugespitzt, unten goldglänzend, parallel geadert, gegen die Basis dünner zulaufend; Blüthen winkelständig in Büscheln, Blüthenstiele einblüthig, Kelchlappen dachziegelförmig sich deckend, stumpf, Kronen fast radförmig, mit sechs abstehenden eiförmigen Lappen, Staubfäden zwölf. Einheimisch in den Gebirgen von Singapore; scheint auch auf Borneo und den andern malayischen Inseln vorzukommen.

Ein vierzig Fuß hoher Baum, aus welchem Milch fließt, die jüngern Zweige röthlich weichbehaart, stielrund; Blätter abwechselnd, fast lederartig, verkehrt eiförmig, ganzrandig, kurz zugespitzt, an der Basis in einen langen, dünnen Stiel auslaufend, fiedrig geadert (mit gedrängten, parallelen, horizontal abstehenden Adern), oben grün, unten goldglänzend. Blüthen winkelständig, in Büscheln, etwas überhängend, gestielt. Stiele sehr kurz, einblüthig. Kelch fast eirund-glockenförmig, tief sechspaltig, mit zweireihigen, eirunden, stumpfen, fast goldglänzenden Lappen. Krone fast radförmig; |400| mit kurzer, kaum den Kelch überragender Röhre; sechstheiligem Rande, eiförmigen oder elliptischen, abstehenden Lappen. Zwölf Staubgefäße, dem Schlunde der Krone angeheftet, in einer Reihe. Die Staubfäden gleich, fadenförmig, länger als die Kronenlappen. Die Staubbeutel eiförmig, spitzig nach außen. Der Eierstock kugelförmig, etwas weichbehaart, sechsfächerig, alle Fächer ein (?) Ei einschließend; Griffel von der Länge der Staubgefäße, fadenförmig; Narbe stumpf. Frucht von dem bleibenden Kelche unterstützt; harte, ei- fast kugelförmige, sechsfachenge Beeren, von deren Fächern vier keine Frucht ansetzen und undeutlich, zwei aber fruchtbar und einsamig sind. Die (kaum reifen) Samen sind dem innern Winkel des Fachs angeheftet. (Journal de pharmacie, Januar 1848.)

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