Titel: Hibbard's Verbesserungen im Furniren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 107/Miszelle 3 (S. 393)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj107/mi107mi05_3

Hibbard's Verbesserungen im Furniren.

T. R. Hibbard in New-York ließ sich auf folgende Verbesserung im Furniren ein Patent ertheilen. Er legt zwischen die Furnüre (zwischen die Kanten der auf dem Blindholz zu vereinigenden Holzblätter) einen baumwollenen oder leinenen Canevas. Den Zeug und die Theile des Holzes, welche aneinander gefügt werden sollen, überzieht man zuerst mit Leim, fügt die Holzstückchen nach dem Dazwischenbringen des Zeugs aneinander und vereinigt sie dann auf bekannte Weise durch Pressen. Der zwischengelegte Zeug, welcher jedem Theile des anliegenden Holzstückes fest adhärirt, bewirkt, daß das Furnür nicht abspringen oder das Blindholz, worauf es angebracht ist, verlassen kann. Zwei außerordentlich dünne Furnüre, welche man auf diese Art vereinigt hat, sind stärker und dauerhafter als bei weitem dickere Holzstücke, welche auf gewöhnliche Art miteinander verbunden wurden.

Dieses Verfahren eignet sich besonders zum Furniren ungleicher Oberflächen oder für Fälle wo das Furnürholz aus seiner natürlichen Neigung gebogen werden muß. Namentlich können nach dieser Methode hölzerne Röhren hergestellt werden, wobei man folgendermaßen verfährt: man rollt zuerst ein Furnür oder Holzblatt um einen Stab oder Cylinder (welcher an einer Kurbel angebracht ist) und preßt es mittelst einer Schnur in die erforderliche Gestalt; dann rollt man den mit Leim gesättigten Zeug dicht um das so gestaltete Furnür herum; endlich trägt man ein anderes Furnür oder Holzblatt auf dem Zeug auf und bringt es durch Pressen mit jedem Theil des Zeugs in Berührung; durch Rollen über einem Ofen kann die Vereinigung dieser Furnüre mit dem dazwischen befindlichen leimhaltigen Zeug noch inniger gemacht werden. (London Journal of arts, Januar 1848.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: