Titel: Lelievre's Verfahren zum Schwarzfärben und Spannen der Seide.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 107/Miszelle 7 (S. 395–396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj107/mi107mi05_7
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Lelievre's Verfahren zum Schwarzfärben und Spannen der Seide.

Um die Seide tiefschwarz zu färben, benutzt man gewöhnlich salpetersaures Eisen als Beize, und Eichenrinde; der Patentträger (Seidenfärber in London) hat aber gefunden, daß bei Anwendung von Erlenrinde anstatt Eichenrinde die Farbe viel schöner ausfallt. Im nächsten Theil des Verfahrens wurde bisher Gelbholz angewandt; durch gleiche Theile Gelbholz und Quercitronrinde wird aber ein viel besseres Resultat erzielt. Endlich seift man die tiefschwarz gefärbte Seide in England gewöhnlich mit harter (bunter) Seife und Blauholz; hiebei soll man nach dem Patentträger die gewöhnliche Seife durch Olivenölseife ersetzen.

Das Spannen der so gefärbten Seide soll nach dem Patentträger in einer Dampf-Atmosphäre vorgenommen werden; er bringt ein mit zahlreichen Löchern versehenes Rohr dicht unter die Stelle, wo das Spannen vorgenommen werden soll, und leitet Dampf aus einem Kessel in das Rohr, so daß der Dampf durch dessen Löcher ausströmen und eine feuchte Atmosphäre erzeugen muß. (London Journal of arts, Januar 1848, S. 429.)

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