Titel: Auf Stabeisen geschweißtes Gußeisen; von Labouysse zu Toulouse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 107/Miszelle 8 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj107/mi107mi05_8

Auf Stabeisen geschweißtes Gußeisen; von Labouysse zu Toulouse.

Ich habe, sagt Hr. Labouysse, ein Verfahren ermittelt um Gußeisen auf Stabeisen zu schweißen, und zu Achsen für Wägen, Karren, zu Zapfen und allen Maschinentheilen zu verwenden, welche eine große Reibung auszuhalten haben. Das auf Stabeisen geschweißte Gußeisen ist so hart wie gehärteter Stahl und verliert seine Härte bei der größten Reibung nicht. Durch die Verwendung des Hrn. Thibaut, Mallepost-Unternehmer dahier, brachte ich es dahin, daß an einem der von Toulouse nach Bordeaux gehenden Mallepostwagen nach meinem System verfertigte Achsen und Büchsen angebracht wurden, und zwar eine Vorderachse am 5. Jul., eine Hinterachse am 29 September. Trotz der harten Proben, welche diese Achsen und ihre Büchsen bestanden, sind sie bisher (am 30. Decbr.) nicht im geringsten beschädigt, obwohl sie immer nur bei der Abfahrt von Toulouse geschmiert wurden.

Diese Achsen und Büchsen erhitzen sich, wenn sie trocken laufen, d.h. Schmiere bedürfen, sehr wenig. Es bilden sich niemals Furchen durch abgeriebene Eisentheilchen; die Wärme, die sich entwickelt, ist sehr gering und kann den Rädern nicht schädlich werden und man merkt den Mangel der Schmiere an der Zugkraft nur wenig, was den großen Vortheil gewährt, daß man auf der Reise gar keinen Aufenthalt erleidet, abgesehen von der erzielten Sicherheit. (Moniteur industriel, 1848, Nr. 1204.)

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