Titel: Verfahren die Treibriemen von Gutta-percha an den Enden zusammenzufügen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 107/Miszelle 4 (S. 464–465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj107/mi107mi06_4

Verfahren die Treibriemen von Gutta-percha an den Enden zusammenzufügen.

Die Gutta-percha-Compagnie in London gibt dazu folgende Anweisung: Man schneide die Enden des Bandes oder Riemens in einer schiefen Richtung nach dem Winkel von 30 bis 40 Grad, indem man den Riemen etwas kürzer als die erforderliche Länge macht. Dann befestige man das eine Ende durch ein paar Nägel oder eine Klammer auf einem Stück Brett oder einem Arbeitstisch.

Textabbildung Bd. 107, S. 464

Nachdem man hierauf ein Stück Eisen, welches etwa 1 Zoll breit und 1/2 Zoll dick ist, auf die Temperatur eines Platteisens heiß gemacht hat, so daß es die Gutta-percha – ohne dieselbe zu verbrennen oder zu entfärben – erweicht, lege man es zwischen die beschnittenen Enden des Riemens und presse dieselben dagegen (indem man den Riemen stets in gerader Richtung erhält), bis die beiden Enden durchaus erweicht und in einem klebrigen Zustande sind; hierauf entferne man das Eisen und presse die beiden Enden so dicht als möglich aneinander, worauf man ein paar Nägel in das lose Ende des Riemens schlagen kann, um es an seiner Stelle zu halten.

Den Rand oder die Erhöhung an der verbundenen Stelle kann man durch ein schweres Gewicht oder mittelst einer Klammer in die Substanz des Bandes eintreiben, so daß die Naht glatt gemacht wird. Ein Band von gewöhnlicher Dicke kann in 10 bis 15 Minuten zum Gebrauch fertig gemacht werden, wenn aber kaltes Wasser angewandt wird, in kürzerer Zeit.

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Rechtwinklige Zusammenfügungen können auf gleiche Weise bewerkstelligt werden, indem man die beiden Enden so weit abschabt, daß wenn das eine Ende auf das andere gelegt wird, die Zusammenfügung nicht viel dicker als der Riemen ist; man erhitzt dann die Oberfläche der schiefen Enden und preßt sie durch ein Gewicht oder eine Klammer zusammen.

Wenn bei Kreuzriemen eine große Reibung oder schnelle Bewegung stattfindet, ist es rathsam sie durch eine Rolle oder eine befestigte runde Eisenstange zu trennen.

(Man vergleiche die Bemerkungen über die Vorzüge der Treibbänder aus Gutta-percha vor ledernen Riemen S. 160 in diesem Bande des polytechn. Journals.)

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