Titel: Webster's atmosphärische Buffern für Eisenbahnwagen.
Autor: Webster, James
Fundstelle: 1848, Band 108, Nr. LXVII. (S. 325–326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/ar108067

LXVII. Verbesserungen an atmosphärischen Buffern für Eisenbahnwagen, worauf sich James Webster, Ingenieur zu Sneinton in der Grafschaft Nottingham, am 19. August 1847 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, März 1848, S. 149.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Fig. 16 stellt einen meiner Erfindung gemäß construirten atmosphärischen Buffer im Längendurchschnitte dar. a ist ein starker Cylinder, welcher in geeigneter Lage an dem Eisenbahnwagen befestigt wird; b ist der Deckel des Cylinders; c der in dem Cylinder arbeitende Kolben; d eine Stulpenliederung, welche die Entweichung der in dem Cylinder comprimirten Luft verhindert. Diese Liederung wird zwischen den Theilen c¹, c² gehalten, und letztere werden durch die Schraubenbolzen c³ zusammengehalten. Die Liederung d wird durch ein Stück vulcanisirten (geschwefelten) Kautschuks c⁴ veranlaßt, mehr oder weniger dicht an den Cylinder anzuschließen. Eine an das Ende der Kolbenstange e geschraubte Mutter c⁵ das Kautschukstück c⁴ an seiner Stelle. Die Mutter c⁵ findet an den Bolzen c³ eine Führung, so daß, wenn die Kolbenstange e in einer Richtung gedreht wird, die Theile c² und c⁵ einander genähert werden, wodurch der Kautschuk auswärts getrieben und veranlaßt wird, das Leder d auszudehnen. Erfolgt die Drehung der Stange e nach der entgegengesetzten Richtung, so kann sich die Liederung zusammenziehen. f ist der an der Kolbenstange befestigte Bufferkopf. An dem Ende der Kolbenstange befindet sich ein Canal g, und dieser wird durch ein Ventil geschlossen, welches durch eine Feder h stets gegen seinen Sitz gedrückt wird. i ist eine Feder, welche den Kolben zurückzutreiben strebt, so daß derselbe in der richtigen Lage bleibt, selbst wenn einige Luft im comprimirten Zustande entweichen sollte; diese unterstützt außerdem die elastische Wirkung der Luft gegen den Kolben. Wenn nun der Buffer einwärts gedrückt wird, so treibt er den Kolben in den Cylinder und comprimirt die Luft, deren elastischer Widerstand mit der Größe der Compression zunimmt. Sobald der Buffer frei wird, treibt die Luft den Kolben wieder zurück. Sollte aber einige Luft während ihrer Compression entwichen seyn, so bringt die Feder i den Kolben dennoch wieder in seine richtige Lage zurück, wobei das am Kolben angebrachte Ventil der Luft freien Eintritt gestattet.

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Fig. 17 stellt eine Modification der obigen Anordnung dar, die ich an der Locomotive oder dem Tender anbringe, welche einen stärkeren Apparat erfordern. Zur Zusammenziehung oder Ausdehnung des Kautschukstückes c⁴ ist es nur nöthig, die Theile c² und c⁵ stationär zuhalten, während die Theile e, e¹ nach der einen oder der andern Richtung gedreht werden.

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