Titel: Ueber die Benutzung der bereits gebrauchten Bäder von chromsaurem Kali.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 108/Miszelle 4 (S. 77–78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/mi108mi01_4

Ueber die Benutzung der bereits gebrauchten Bäder von chromsaurem Kali.

Nicht selten werden die Bäder von chromsaurem Kali, welche bereits zum Ausfärben gedient haben, weggeschüttet, obwohl sie noch kleine Quantitäten von diesem Salze enthalten; man vermeidet diesen Verlust, wenn man die gebrauchten Bäder durch baumwollene oder leinene Garne oder Gewebe, welche schwarz gefärbt werden sollen, vollends erschöpft. Man darf nur Waare welche schwarz werden soll, durch eine Flotte, in welcher braun gefärbt wurde, nehmen, und über Nacht darin liegen lassen, und von da aus in die gebrauchten catechuchromsauren Kalibäder bringen, einige Zeit darin herumziehen und dann wieder über Nacht darinnen liegen lassen. Man kann dann die Waare trocknen oder auch gleich naß in ebenfalls schon gebrauchte und zum Weggießen bestimmte Blauholzflotten bringen, und man wird sich dann überzeugen, daß wenn auch noch so wenig Farbstoff in den letztern enthalten ist, dieser doch von der Waare angezogen wird. Sollte die Waare nicht vollkommen schwarz werden, so wiederholt man die Procedur oder kühlt die erstere und nimmt sie durch eine ganz schwache Flotte von Blauholz. Die so behandelte Waare übt auch auf |78| andere Farbhölzer, z.B. Rothholz, Gelbholz, Quercitron etc. eine bedeutende Anziehungskraft aus, so daß man auch die bereits gebrauchten Bäder dieser Art leicht noch nutzbar machen und vollkommen erschöpfen kann. (Allg. Musterzeitung)

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