Titel: Ceal's und Bear's Verbesserung in der Cigarrenfabrication.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 108/Miszelle 8 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/mi108mi02_8

Ceal's und Bear's Verbesserung in der Cigarrenfabrication.

Die Erfindung, welche sich Ceal und Bear am 29. Jul. 1847 in England Patentiren ließen, besteht im Zubereiten der Tabakblätter durch Plattdrücken der Stengel, so daß das ganze Blatt zur Fabrikation von gesponnenem, geschnittenem etc. Tabak benutzt werden kann, wozu man gegenwärtig die ausgerippten Blätter verwendet.

Das Blatt wird zuerst auf gewöhnliche Art gedämpft und geöffnet und dann in der Längenrichtung des Stengels durch ein Walzenpaar gelassen, um den Stengel so ziemlich auf dieselbe Dicke wie das Blatt zu zerquetschen. Die Maschine hiezu besteht aus einem Gestell, worin zwei Walzen übereinander angebracht sind? auf den Achsen derselben ist ein Paar gezahnter Räder befestigt, welche ineinander eingreifen, um die Walzen mit gleicher Geschwindigkeit in Umdrehung setzen zu können. Einen am Gestell befestigten Schaber läßt man gegen die Peripherie jeder Walze drücken, um die allenfalls ihrer Oberfläche anhaftenden Blätter zu beseitigen; durch Schrauben, welche auf die Lager der oberen Walze wirken, wird der auf die Stengel auszuübende Druck regulirt. (London Journal of arts, März 1848, S. 118.)

Den Patentträgern ist diese angebliche Erfindung wahrscheinlich aus Deutschland mit getheilt worden, wo man solche Walzenmaschinen schon längst anwendet, um die starken Rippen und Stengel der Tabaksblätter platt zu drücken; man vergl. Poppe's technologisches Lexikon, 1820, Bd. V S. 237. Die Redact.

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