Titel: Ueber durchscheinende und undurchsichtige arsenige Säure, von Bussy.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 108/Miszelle 3 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/mi108mi04_3

Ueber durchscheinende und undurchsichtige arsenige Säure, von Bussy.

Bekanntlich wird die arsenige Säure, welche frisch durchscheinend ist, mit der Zeit beim Liegen an der Luft weiß und undurchsichtig (porzellanartig). Man hat behauptet, daß sie im erstem Zustande in Wasser weniger auflöslich ist, als in letzterem; Bussy's Versuche hierüber ergaben aber folgende Resultate:

1) daß der durchscheinende weiße Arsenik, weit entfernt weniger auflöslich zu sehn, als der undurchsichtige, im Gegentheil viel auflöslicher ist; ein Quantum Wasser, welches 40 Gramme durchscheinender Säure auflöst, kann nur 12 bis 13 Gramme von der undurchsichtigen auflösen;

2) daß sich die durchscheinende Säure schneller auflöst als die undurchsichtige;

3) daß keine der beiden Säuren einen constanten Löslichkeitsgrad hat;

4) daß sich die undurchsichtige Säure durch lange fortgesetztes Kochen in Wasser in die durchscheinende Säure verwandelt, von welcher sich 100 Gramme in 1 Liter kochenden Wassers auflösen;

5) daß sich unter dem Einfluß von Wasser und einer niedrigen Temperatur die durchscheinende Säure in die undurchsichtige verwandelt;

6) daß verdünnte Salzsäure die undurchsichtige arsenige Säure langsamer auflöst als die durchscheinende;

7) daß das verschiedene Verhalten der beiden arsenigen Säuren zu Lackmustinctur bloß scheinbar ist. (Journal de Chimie médicale, Febr. 1848.)

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