Titel: Die Zuckerproduction der englischen Colonien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 108/Miszelle 5 (S. 318–319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/mi108mi04_5
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Die Zuckerproduction der englischen Colonien.

Nach den großbritannischen Zollregistern wurden aus Ostindien ausgeführt von 1814 bis 1834 (Periode der Sklaverei) 3,640,000 Cntr. Zucker; von 1835 bis 1838 (Periode der Lehrzeit) 3,487,008 Cntr.; von 1838 bis 1846 (Periode der Freiheit) 2,452,000 Cntr.; und im J. 1847 3,191,000 Cntr. Für Mauritius betrug die Ausfuhr von 1814 bis 1834 538,000 Cntr.; von 1835 bis 1838 549,000 Cntr.; von 1837 bis 1847 aber 639,000 Cntr.; im J. 1847 betrug sie 1,194,000 Cntr.

In Westindien betrug die Ausfuhr 94,000 Centner von 1814 bis 1834; 244,000 Centner von 1835 bis 1838; 998,000 Centner von 1837 bis 1846; und 1,407,000 Cntr. im J. 1847.

Die Gesammt-Ausfuhr betrug also 4,272,000 Cntr. in der ersten Periode; 4,280,000 in der zweiten; 4,089,000 in der dritten und 5,792,000 im J. 1847.

Diese Statistik ist eine siegreiche Widerlegung der von so Vielen aufgestellten Behauptung, daß die Abschaffung der Sklaverei auf den englischen Colonien die Arbeit vermindert oder fast unmöglich gemacht habe.

Wollte man für das J. 1847 den ausnahmsweisen Fall geltend machen, daß auf allen Colonien die Ernte besonders reichlich war, so ist andererseits zu berücksichtigen, daß die jetzige Gesetzgebung über die Zuckereinfuhr in England für die Colonialproducte dieser Macht sehr ungünstig geworden ist und daß die freie Arbeit der brittischen Colonien in dieser Hinsicht gegen ein großes Hinderniß zu kämpfen hat. (Moniteur industriel, 1848 Nr. 1240.)

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