Titel: Ueber die Wirkungsweise der Luft in den langen Knochen der Vögel beim Fliegen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 108/Miszelle 8 (S. 399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/mi108mi05_8

Ueber die Wirkungsweise der Luft in den langen Knochen der Vögel beim Fliegen.

Man nimmt gewöhnlich an, daß die gut fliegenden Vögel, wenn sie beim Schweben unbeweglich an einer Stelle zu bleiben scheinen, durch ein unsichtbares Erbeben der Flügel in der Luft erhalten werden. Hr. Jobard hält diese Erklärung nicht für richtig, sondern betrachtet das Thier wie eine Art Aeolipil (Windkugel), welches durch Oeffnungen die an der Unterseite der Flügel liegen, eine gewisse Menge erwärmter Luft ausläßt, deren Wirkung hinreicht, um mehr oder weniger lange die Wirkung der Schwere aufzuwiegen. Um diese Theorie zu unterstützen führt er folgende Thatsache an: die Fischer an den Ufern von Ostende treiben oft große Heerden verschiedener Möven vor sich her, welche nicht den geringsten Versuch zu entweichen machen, nachdem man ihnen ein Loch ins Schenkelbein gemacht hat; es hat dieß dieselbe Wirkung, wie wenn man ein Loch in eine der Leitröhren einer Dampfmaschine macht; der Apparat entleert sich, der Druck hört auf und seine Wirkung ist vernichtet. Prof. Arntz war durch dieses Mittel im Stande, Hunderte von Rebhühnern in seinem Geflügelhof aufzuziehen. (Comptes rendus, Febr. 1848, Nr. 9.)

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