Titel: Einfache Probe, um Fälschungen von Silbermünzen u.s.w. zu entdecken; von Runge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 108/Miszelle 4 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/mi108mi06_4

Einfache Probe, um Fälschungen von Silbermünzen u.s.w. zu entdecken; von Runge.

Taucht man Silber in eine mit Schwefelsäure versetzte Lösung von doppelt-chromsaurem Kali (auf 16 Loth Wasser. 1/2 Loth chromsaures Kali und 2 Loth Schwefelsäure), so färbt es sich auf der Stelle purpurroth (von sich bildendem chromsaurem Silberoxyd), und dieses Verhalten ist so charakteristisch, daß es als ein sicheres und einfaches Prüfungsmittel von Silberarbeitern, Wechslern, Leihämtern u.s.w. angewendet zu werden verdient. Die Färbung tritt am stärksten bei dem reinen Silber hervor, während ein Kupfergehalt sie, je nach dem Mengenverhältnisse, verringert oder ganz aufhebt. Daher hört die Wirkung bei den Viergroschenstücken auf. Hier, sowie überhaupt bei stark mit Kupfer versetztem Silber kann man sich aber täuschen, wenn es neu ist, weil es dann durch das Ansieden einen Ueberzug von feinem Silber erhalten hat; man muß daher den Ueberzug, am besten am Rande, abkratzen, um den Kern zu untersuchen. Plattirte oder versilberte Artikel können auf gleiche Weise geprüft werden; das oft darunter befindliche Neusilber bleibt ebenso blank, wie Zink und Kupfer; die übrigen bekannteren Metalle werden zwar von der genannten Probeflüssigkeit auch angegriffen, aber nicht roth gefärbt. (Polytechnisches Centralblatt. 1848. S. 270.)

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