Titel: Kemp's Brennmaterial für Steinkohlengasfabriken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 108/Miszelle 5 (S. 464–465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/mi108mi06_5
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Kemp's Brennmaterial für Steinkohlengasfabriken.

Hr. W. Kemp theilte der schottischen Gesellschaft der Künste ein von ihm entdecktes Verfahren mit, um beim Heizen der Retorten in den Steinkohlengasfabriken an Brennmaterial nicht unbedeutend zu ersparen. Wo man Steinkohlentheer brennt, hat derselbe einen nachtheiligen Einfluß auf die Roststangen und Retorten; die Roststangen überziehen sich nämlich bald mit Schlacken und um diese zu beseitigen, pflegen die Heizer häufig Wasser in den Ofen zu pumpen, was die baldige Zerstörung der Roststangen verursacht. Um dieses zu verhüten, kam Hr. Kemp auf den Gedanken die erschöpfte Gerberlohe anzuwenden, womit er in der Galashiels-Gasanstalt den Zweck vollständig erreichte. Die Druckpumpe zum Eintreiben des Theers in den Ofen wurde nun ganz beseitigt, da man fand daß die trockene Rinde soviel Theer verschluckt als die Gasanstalt erzeugt.

Sein Verfahren ist folgendes: die Lohe wird getrocknet und mit den Kohks der Gasanstalt zu gleichen Raumtheilen gemengt; man schüttet dann Theer darauf, aber nicht ganz so viel als sie verschucken kann, worauf man das Gemenge wendet. Dasselbe brennt mit einer schönen hellen Flamme; da die Roststangen unverschlackt bleiben, so hat die Luft freien Zutritt zu denselben. Wo man sich die erschöpfte Gerberlohe nicht verschaffen kann, dient lockerer und trockener Torf als Surrogat derselben. (Mechanics' Magazine, 1848, Nr. 1294.)

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