Titel: Anwendbarkeit der Schießwolle bei grobem Geschütz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 108/Miszelle 7 (S. 465–466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj108/mi108mi06_7

Anwendbarkeit der Schießwolle bei grobem Geschütz.

Durch den Kampf der Mailänder, welcher in Ermangelung von Pulver großentheils mit Schießwolle geführt worden ist, hat diese merkwürdige Substanz bereits eine praktische Bedeutung für die Entscheidung der Völkergeschichte gewonnen. In diesen Zeiten gewaltiger Erschütterungen aller europäischen Verhältnisse, in welchen bereits jetzt die deutsche Nationalität an drei Stellen bedroht ist, in welchem dem deutschen Volke zur Erhaltung seiner Nationalität vielleicht noch große und blutige Kämpfe bevorstehen, wäre es höchst erfreulich, wenn die Deutschen aus ihrer wichtigen Erfindung auch einen Vortheil in der Kriegskunst gewinnen könnten. Es scheint zu einem solchen Resultate wirklich Hoffnung vorhanden zu seyn, denn dem Vernehmen nach haben die in Mainz ununterbrochen und beharrlich fortgesetzten Versuche der vom Bunde niedergesetzten Commission in Betreff einer den HHrn. Schönbein |466| und Böttger zuzuerkennenden Nationalbelohnung in neuerer Zeit dahin geführt, die vollkommene und höchst vortheilhafte Anwendbarkeit der Schießwolle auch bei grobem Geschütz und im Felde außer Zweifel zu setzen. Möchte doch die Commission nicht zögern, ihre wichtigen Resultate so schleunig als möglich zur Kenntniß der deutschen Regierungen und Heere zu bringen! Prof. H. Schröder. (Aus Nr. 10 des von Prof. Schröder herausgegebenen Mannheimer Gewerbvereins-Blatt.)

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