Titel: Ueber die Leuchtkraft des gereinigten und ungereinigten Oeles.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 109/Miszelle 1 (S. 76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj109/mi109mi01_1

Ueber die Leuchtkraft des gereinigten und ungereinigten Oeles.

Von dem Vorstand des Gewerbevereins für das Großherzogthum Hessen sind Versuche angestellt worden, um den Einfluß der zum Raffiniren des Rüböls allgemein Anwendung findenden Schwefelfäure auf die Leuchtkraft des Oels zu ermitteln, die durch die Beobachtung hervorgerufen wurden, daß bei einer vergleichenden Prüfung zweier Sorten von raffinirtem Oel mit einer Sorte von rohem Oel, von letzterer über ⅓ weniger Oel gebraucht wurde, um eine gleiche Helligkeit hervorzubringen. Man schüttelte Rüböl mit 2 Proc. seines Gewichts englischer Schwefelsäure, wodurch es sich in eine gräulichbraune Masse umwandelte; das mit Wasser gewaschene Oel verhielt sich nach seinem Ansehen wie sehr gut raffinirtes Brennöl. Als dieses nochmals mit Schwefelsäure behandelt wurde, kam die dunkle Färbung abermals zum Vorschein; das Oel war aber nach dem Abklären ganz verändert, es war nicht mehr ölartig, sondern fast wässerig geworden, und konnte gar nicht mehr zum Brennen gebraucht werden. Offenbar waren durch das angewendete Uebermaaß von Schwefelsäure nicht bloß die Schleimtheile des Oels verkohlt, sondern das letztere selbst zersetzt worden, und es ist daher bei der Raffination der rohen Brennöle aufs sorgsamste darauf zu achten, daß die Schwefelsäure nur in der möglichst geringen Menge angewendet wird. (Verh. d. Gew.-Ver. f. d. Großh. Hessen.)

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