Titel: Rocke's hämmerbare Artikel aus umgeschmolzenem Stabeisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 109/Miszelle 1 (S. 148)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj109/mi109mi02_1

Rocke's hämmerbare Artikel aus umgeschmolzenem Stabeisen.

William Rocke, Ingenieur zu Dudley in der Grafschaft Worcester, ließ sich am 18. Novbr. 1847 folgende Behandlung und Anwendung des Stabeisens patentiren. Er schmilzt altes Schmiedeisen im Kupolofen bei schwachem Gebläse, oder auch in einem Flammofen gerade so wie man Gußeisen schmilzt und läßt es dann in Formen auslaufen welche auf gewöhnliche Weise zugerichtet sind. Die so gegossenen Artikel sind hart und spröde und man muß sie daher glühen und wieder abkühlen lassen, um ihnen Hämmerbarkeit zu ertheilen. Zu diesem Behufe bringt man sie in eiserne Kästen und umgibt sie darin vollständig mit Notheisenstein oder Holzkohle oder mit einem Gemenge dieser Substanzen in feingepulvertem Zustande; die eisernen Kästen werden dann so gut als möglich verschlossen um die Luft auszuschließen. In diesen Kästen werden die Artikel so stark erhitzt, daß sie den erforderlichen Grad von Hämmerbarkeit erlangen. Diese Operation erfordert Sorgfalt und bis der Arbeiter darin hinreichende Erfahrung erlangt hat, sollte er immer eine kleine Probirstange von demselben Material in das die Artikel enthaltende Gehäuse bringen und dieselbe gelegentlich herausziehen um den Fortschritt der Operation zu ermitteln.

Wenn das Material keine so große Dichtigkeit und kein so compactes Gesüge zu haben braucht, wie man es durch Anwendung von bloßem Schmiedeisen erhält, kann man das Schmiedeisen bis zu seinem gleichen Gewicht mit Gußeisen zusammenschmelzen; und wenn die Artikel das Gefüge und die Natur des Stahls erhalten sollen, so daß sie sich wie dieser härten lassen, so schmilzt man das Schmiedeisen in verschiedenem Verhältniß, bis zu seinem gleichen Gewicht, mit Stahl zusammen. Diese Gemenge werden nach dem Schmelzen in Formen gegossen und auf oben angegebene Weise weiter behandelt. (London Journal of arts, Jul 1848, S. 447.)

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