Titel: Krystallisirte schweflige Säure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 109/Miszelle 4 (S. 234)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj109/mi109mi03_4

Krystallisirte schweflige Säure.

Wenn man einen Strom von schwefligsaurem Gas, welches zuvor gewaschen wurde, in eine concentrirte Auflösung dieses Gases leitet, deren Temperatur man so ziemlich auf 0° unterhält, so entsteht bald ein krystallinischer Niederschlag, welcher sehr rasch zunimmt; man kann auf diese Art in einigen Stunden mehrere hundert Gramme von den Krystallen erhalten. Wenn sie groß werden sollen, darf man die Gasröhre nicht in die Flüssigkeit tauchen lassen, weil sie durch deren Bewegung die Krystallisation stören würde.

Man erhält auch schöne durchsichtige Krystalle, wenn man eine sehr concentrirte Auflösung von schwefliger Säure in einer Temperatur von 1 bis 2° C. über Null stehen läßt.

Diese Krystalle enthalten über 28 Procent Wasser und scheinen der Formel SO2, 9 HO zu entsprechen. Sie enthalten etwa viermal mehr schweflige Säure als eine gesättigte Auflösung dieses Gases bei gewöhnlicher Temperatur.

Wenn man diese Krystalle einer Temperatur über + 4° C. aussetzt, so zergehen sie, indem sie einen Theil ihrer Säure verlieren. J. Pierre. (Comptes rendus, Jul. 1848, Nr. 1.)

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