Titel: Steinkohlenreichthum in Glamorganshire.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 109/Miszelle 9 (S. 481–482)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj109/mi109mi06_9
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Steinkohlenreichthum in Glamorganshire.

Der dießjährige Aufenthalt der englischen Naturforschergesellschaft zu Swansea gab Beranlassung, den Kohlenreichthum jenes Landes näher darzulegen. Hr. Struve schilderte die große centrale Erhebung der Kohlenschichten in Glamorganshire zwischen dem Taff-Thale und dem Aestuar des Burry in der Bay von Camarthen, und erwähnte dabei zugleich einige der Hauptzüge des Kohlenfeldes in Südwales. Der obenbezeichnete District umfaßt Glamorganshire und Theile der Grafschaften Camarthen und Brecon, eine Oberfläche von etwa 560 Quadratmeilen. Sie ist von sechs Hauptthälern durchschnitten, in denen die gewonnenen Mineralien entweder auf Canälen oder Eisenbahnen nach den Häfen von Cardiff, Porthcawl, Port Talbot, Neath, Swansea und Llanelly gebracht werden. Das Kohlenfeld von Südwales enthält einen unermeßlichen Mineralienreichthum. Eine Section z B. zeigt 57 Fuß bearbeitbarer Kohlen, 60 Zoll Thonkohlen und 18 bis 26 Zoll sogenannten schwarzen Streifen (black band), alle innerhalb erreichbarer Tiefe. Eine Quadratmeile eines solchen Kohlenfeldes ergibt 40 Millionen Tonnen Kohlen, 8 Millionen Tonnen Thonkohlen und 3 Millionen Tonnen schwarzen Streifen. Die Section von Swansea mag etwa 25 Millionen Tonnen auf der Quadratmeile enthalten. Kurz, die mögliche Exzeugung von Kohlen in diesen westlichen Gränzen kennt bis jetzt noch kaum eine Gränze. Die bituminösen und frei brennenden Kohlen scheinen den bedeutendsten Theil des Kohlenfeldes einzunehmen, Anthracit und anthraeitischer Culm den geringsten. (Mechanics' Magazine.)

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