Titel: Neue Methode zum Härten stählerner Werkzeuge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 110/Miszelle 6 (S. 232)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj110/mi110mi03_6

Neue Methode zum Härten stählerner Werkzeuge.

Man nehme 4 Theile (1 Pfd.) gelbes Harz, fein pulverisirt; 2 Theile (½ Pfd.) reinen Fischthran; 1 Theil (¼ Pfd.) reines Unschlitt.

Das Harz und der Fischthran werden in einem eisernen Gefäß kalt gemischt, dann läßt man die Mischung auf einem gelinden Kohlenfeuer zergehen, jedoch so, daß dieselbe nicht brennend wird. Ist die Auflösung vollkommen erfolgt, so wird das Unschlitt für sich geschmolzen und beigegeben.

Das zu härtende Werkzeug läßt man braunwarm werden, und dann in obiger Mischung abkühlen, es wird hierauf zum zweitenmal braunwarm gemacht und im Wasser, wie gewöhnlich, gehärtet.

Ganz verbrannter Gußstahl, nach dieser Vorschrift behandelt, bekommt seine ursprüngliche Qualität wieder, und die nach dieser Vorschrift gehärteten Werkzeuge gewähren gegenüber den auf gewöhnliche Weise gehärteten eine drei- bis vierfache Dauer. — Wagner, Wagenmeister bei der k. württemberg. Eisenbahn. (Eisenbahn-Zeitung, 1848, Nr. 39)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: