Titel: Cultur des Marzolo-Weizens, dessen Stroh zur Verfertigung der Strohhüte dient.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1848, Band 110/Miszelle 7 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj110/mi110mi05_7

Cultur des Marzolo-Weizens, dessen Stroh zur Verfertigung der Strohhüte dient.

Der Anbau des toscanischen Bartweizens, in Italien Marzolo genannt, dessen Stroh zur Verfertigung der feinen Hüte dient, würde in manchen Gegenden großen Nutzen gewähren, einmal weil sich dazu das mittelmäßigste Erdreich verwenden ließe, und dann weil durch das Auslesen, Bleichen und Flechten des Strohes in armen Gegenden viele Leute beschäftigt würden. Diese Cultur wurde bisher in Frankreich ohne Erfolg versucht. Hr. Grelley, der sie im Sand von St. Aubin (Kanton Elbeuf, Normandie) mit besserm Glück versuchte, sagt darüber vorerst nur so viel, daß er am 1. April 1848 die Saat vornahm und am 26. Juni, etwa 8 Tage nach dem Fall der Staubbeutel, erntete. Das Stroh, welches er erhielt, war eben so geschmeidig, aber zäher als das toscanische, was daher rührt, daß er es seiner Farbstoffe und des größten Theils seiner mineralischen Bestandtheile beraubte. Pariser Fabrikanten fanden es sehr schön. Von dem Beifall der Akademie der Wissenschaften macht er seine weitern Mittheilungen abhängig. (Comptes rendus, Octbr. 1848, Nr. 16.)

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