Titel: Eisenvitriol als Düngmittel für Kartoffelfelder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 111/Miszelle 15 (S. 319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj111/mi111mi04_15

Eisenvitriol als Düngmittel für Kartoffelfelder.

Ein Landwirth, Hr. Bouquet, in Poix (Depart. der Marne) vermuthete, daß die andauernde Krankheit der Kartoffeln darin begründet sey, daß dem Boden die für das Fortkommen der Pflanze nothwendigen mineralischen Bestandtheile abgehen, und fand diese Vermuthung, freilich erst durch einen einjährigen Versuch, bestätigt, indem aus dem Samen gezogene Kartoffelpflanzen in mit Eisenvitriol zubereitetem Dünger ganz gesunde Kartoffeln lieferten, während sie in anderm Boden viele kranke zählten. Für den einen Bestandtheil des Eisenvitriols, die Schwefelsäure, spricht schon der Umstand, daß gegypste Felder immer sehr gesunde Kartoffeln tragen. Auch entzieht kein Anbau dem Boden so viel Eisen und Schwefelsäure wie die Kartoffeln; nach Boussingault entziehen nämlich die Kartoffeln, das Kraut nicht inbegriffen, einer Hektare Bodens 13,9 Kil. Phosphorsäure, 8,8 Kil. Schwefelsäure. 3,3 Kil. Chlor, 2,2 Kil. Kalk, 6,7 Kil. Talkerde, 6,5 Kil. Kali und Natron, 6,9 Kil. Kieselerde, 18,0 Kil. Eisenoxyd und Thonerde. (Comptes rendus, Nov. 1848, Nr. 20.)

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