Titel: Künstliches Brennmaterial von Hollands und Greene.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 111/Miszelle 2 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj111/mi111mi05_2

Künstliches Brennmaterial von Hollands und Greene.

Die Erfinder erzeugen das künstliche Brennmaterial, welches sie sich am 4. Sept. v. J. in England patentiren ließen, dadurch, daß sie das Kohlenklein mit Gyps und gebranntem Kalk vermengen, dann die zum Erhärten des Gemenges geeignete Menge Wasser zusetzen, worauf man das Gemenge in Formen schafft, preßt und die Blöcke trocknet.

Um ein für Dampfkesselöfen ganz brauchbares Brennmaterial zu erhalten, verbindet man mit einander:

feingemahlenen gebrannten Gyps 140 Gewichtstheile
gebrannten Kalk 17
gemahlenen Alaun 17
Steinsalz 17
Thon 28
Kohlenklein 2240

Der geringe Zusatz von Alaun bewirkt daß die Kohle langsamer verbrennt, und der Zusatz von Steinsalz daß sie klar und hell brennt. Wenn das Brennmaterial schnell in Brand gerathen soll, ersetzt man den Alaun durch Natronsalpeter.

Ein künstliches Brennmaterial aus einem nicht sehr gut zusammengekitteten Kohlenklein kann verknistern und zerreiblich werden, wenn es einige Zeit der Luft und Feuchtigkeit ausgesetzt war; um dieß zu vermeiden, tauchen die Patentträger die fertigen Blöcke in Leinöl oder tragen solches mit einer Bürste auf. (London Journal of arts, Febr. 1849, S. 39.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: