Titel: Ueber das Conserviren des Holzes, von Sainte-Preuve.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 111/Miszelle 8 (S. 399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj111/mi111mi05_8

Ueber das Conserviren des Holzes, von Sainte-Preuve.

In einer der französischen Akademie der Wissenschaften übergebenen Abhandlung bemerkt der Verfasser zuerst, daß es sich nicht bloß darum handle, das Zimmerholz der Gebäude zu conserviren, welches meistentheils von der freien Luft umgeben oder in Gyps und Mörtel eingehüllt ist, sondern daß man auch die Querschwellen der Eisenbahnen, die Grundpfähle, das Schiffbauholz etc. conserviren muß; er geht dann die verschiedenen Verfahrungsarten durch, welche bisher zu diesem Zweck vorgeschlagen worden sind und gibt die Mängel eines jeden derselben an; dann beschreibt er mit folgenden Worten die Methode welche nach seiner Meinung von allen diesen Mängeln frei ist:

„Man bringt das zugeschnittene Holz in längliche Gefäße von Eisenblech, die an einem ihrer Enden durch ähnliche innere Deckel verschlossen werden, wie man sie gegen die Mannslöcher unserer Dampfkessel anbringt. Man läßt aus einem Dampfkessel Wasserdampf mit großer Geschwindigkeit in diese Gefäße strömen; er vertreibt daraus fast vollständig die Luft, welche durch dasjenige Ende austritt, das dem die Dampfröhre aufnehmenden entgegengesetzt ist. Bald verdichtet sich der Dampf; ein Hahn sperrt seinen Durchgang durch die Röhre ab und man öffnet ein anderes Rohr, welches vom Kessel bis auf den Boden der Gefäße hinabreicht; die im Kessel enthaltene Flüssigkeit wird nun durch den Druck seiner inneren Atmosphäre in die Gefäße getrieben und folglich in das Holz worin sich der Wasserdampf verdichtet. Man benutzt nun das Passiren von Dampf und Flüssigkeit durch die zwei erwähnten Röhren; da der Dampf in den zwei Richtungen gleichmäßig drückt, so kann der Ueberschuß der in die Gefäße getriebenen Flüssigkeit in den Kessel zurückkehren. Man hat also nur Hähne zu öffnen und abzusperren, um die Flüssigkeiten circuliren zu machen. Jedes der Gefäße wird nach dem andern angewandt; man beschickt das eine mit Holz, während man in das andere Dampf strömen läßt, während in ein drittes Flüssigkeit getrieben wird etc. Wenn der chemische Theil des angenommenen Verfahrens darin besteht, zwei Flüssigkeiten nach einander anzuwenden, welche sich gegenseitig zersetzen, so ist bei diesem Apparat noch ein zweiter Kessel erforderlich.“ (Comptes rendus, Dec. 1848, Nr. 25.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: