Titel: Ueber die Bereitung von Stärkmehl aus Roßkastanien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 111/Miszelle 5 (S. 466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj111/mi111mi06_5

Ueber die Bereitung von Stärkmehl aus Roßkastanien.

Bei der Bereitung von Stärkmehl aus der Roßkastanie nach Flandin's Verfahren (polytechn. Journal Bd. CX S. 319) bemerkte Hr. Bellon, daß der Brei auch nach der Behandlung mit kohlensaurem Alkali seine Bitterkeit nicht verloren hatte. Er behandelte hierauf den Kastanienbrei so wie den Kartoffelbrei bloß mit kaltem Wasser und erhielt ein sehr Weißes, ganz geschmackfreies Stärkmehl, welches Zwieback und Suppen gab, welche den mit Kartoffelstärke bereiteten vorzuziehen waren. Von 100 Theilen frischen Breies erhielt er 19–21 Theile trockenes Mehl. Ein vergleichender Versuch mit Kartoffeln, der aber durchaus nicht als entscheidend betrachtet werden soll, gab nur 11,78 Proc. Stärke. (Comptes rendus, Jan. 1849, Nr. 3.)

Hr. Flandin bestätigt (a. a. O. Nr. 4), daß der Bitterstoff auf obige Weise entfernt werde, bemerkt aber, daß ein scharfer Geschmack zurückbleibt, der wahrscheinlich von einem Harz herrührt, das sich wie eine Säure zu verhalten scheint und von welchem das Stärkmehl durch das Alkali befreit wird. Der Stärkegehalt der Kastanie wurde von ihm – 25 Proc. gefunden; eben so früher schon von Couverchel und andern Chemikern. Außer dem eigentlichen Stärkmehl enthält die Kastanie noch andere stärkmehlartige und eiweißartige, sehr nahrhafte Bestandtheile.

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