Titel: Salter's transportabler Bewässerungsapparat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112, Nr. LXXII. (S. 330–331)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/ar112072

LXXII. Salter's patentirter transportabler Bewässerungsapparat.

Aus dem Mechanics' Magazine, 1848, Nr. 1320.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Dieser Bewässerungsapparat, welchen sich der Erfinder patentiren ließ, unterscheidet sich von dem gewöhnlichen durch folgende schätzbare Eigenschaften: 1) der Ausfluß hängt mit der Fortbewegung des Karrens zusammen; 2) die Weite des Raumes, über welchen das Wasser vertheilt wird, läßt sich innerhalb gewisser Gränzen, und zwar von einem Yard oder weniger bis zu 14 Yard und darüber verändern.

Fig. 12 stellt den Apparat im Grundrisse, Fig. 13 im Frontaufriß, Fig. 14 im Längendurchschnitt und Fig. 15 in der Seitenansicht dar. A ist der Behälter zur Aufnahme der zu vertheilenden Flüssigkeit; a ein Cylinder, welcher in horizontaler Lage unter dem Behälter befestigt ist; b, b ein in dem Cylinder arbeitender Kolben nebst Kolbenstange; s ein an der Achse des Karrens befestigtes Stirnrad, welches den Kolben b durch Vermittelung des Getriebes t, der Lenkstange r der Achse p und der Kurbel z in Bewegung setzt. c, c sind Ventile, durch welche die Flüssigkeit aus dem Behälter in den Cylinder gelangt, und d, d Ventile, durch welche sie aus dem Cylinder in eine Röhre e tritt; aus dieser gelangt sie nach den Vertheilungsröhren g, g. f ist ein Windkessel; h, h zwei Dreiwegehähne, welche die Canäle zwischen der Speisungsröhre e und den Vertheilungsröhren g, g beherrschen; i eine Röhre, welche von der einen Oeffnung jedes Hahns zurück nach dem Behälter führt (zu einem nachher zu erläuternden Zweck); k, k sind Fugen, welche die seitlichen Vertheilungsröhren g, g mit der hinteren Vertheilungsröhre c verbinden; l eine hintere Vertheilungsröhre, welche von dem Boden des Behälters aus durch eine Röhre m und ein Ventil n gespeist wird. o, o sind Stangen, durch welche die Dreiwegehähne h, h mit den Hebeln oder Handhaben an der Vorderseite des Karrens in Verbindung stehen.

Die Wirkungsweise der Maschine ist nun folgende: indem die Räder des Karrens umlaufen, setzt das an ihrer Achse befindliche Stirnrad |331| s vermittelst des Getriebes t, der Lenkstange r und der Achse p die Stange und den Kolben b, b in Bewegung. Der in Bewegung befindliche Kolben schließt bei jedem Hub eines der Einströmungsventile e, e und öffnet eines der Ausströmungsventile d, d; durch diese abwechselnde Thätigkeit wird die Flüssigkeit durch die Röhre e in die seitlichen Vertheilungsröhren g, g getrieben. Der Windkessel f bewirkt einen gleichmäßigen Druck in den Röhren, während die Dreiwegehähne h, h dazu dienen, nicht nur die Quantität der durch die Vertheilungsröhren g, g ausströmenden Flüssigkeit, sondern auch die Weite des bewässerten Raumes zu reguliren. Alle diejenige Flüssigkeit, welche durch den Cylinder geht und zur Bewässerung etwa nicht verwendet wird, kehrt durch die Röhren i, i in den Karren zurück. Die oberen Theile der wirkenden Hebel w, w sind so angeordnet, daß sie eine einzige Handhabe bilden; die Einrichtung ist jedoch so getroffen, daß jeder Hebel auch abgesondert in Bewegung gesetzt werden kann. Die Verbindungsstange r wird mittelst eines Hebels x, Fig. 15, je nach Erforderniß in oder außer Eingriff gesetzt. Das eine Ende dieses Hebels ist vermittelst einer Kette a' an die Stange r befestigt, während von dem anderen Ende desselben ein Gewicht b' herabhängt und an einen Tritt e' befestigt ist. Wenn dieser Tritt niedergedrückt wird, so geht der Hebel x in die Höhe und die Kette a' sinkt herab, so daß die Verbindungsstange r auf die Kurbel herabfallen und den Kolben und den andern Mechanismus in Bewegung setzen kann. Sobald aber die Tritte von dem Druck befreit sind, hebt das an dem Ende des Hebels befindliche Gewicht die Verbindungsstange von der Kurbel ab.

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