Titel: Frost's Dampfdruck- und Vacuummesser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112, Nr. LXXXIX. (S. 417–418)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/ar112089

LXXXIX. Neuer Dampfdruck- und Vacuummesser.

Aus dem Practical Mechanic's Journal, April 1849, S. 15.

Mit einer Abbildung auf Tab. VII.

Die HHrn. Frost, Noakes und Vincent in Whitechapel (London) nahmen kürzlich ein Patent auf ein elegantes und zweckmäßiges Instrument zum Bestimmen des Dampfdrucks und des Vacuums, welches alle nöthigen Bedingungen in Bezug auf Genauigkeit zu erfüllen scheint, und damit ein gefälliges Aeußere verbindet. Die Zeichnung Fig. 24 in halber natürlicher Größe ist ein verticaler Durchschnitt durch das Gefäß des Instrumentes, wobei die Quecksilberröhre und die Indexplatte in der verticalen Ansicht gezeichnet sind.

A ist das messingene Gefäß, in welchem sich die Birn B an der unten umgebogenen Glasröhre befindet. Letztere geht durch eine kleine Stopfbüchse, welche an die runde Scheibe mit angegossen ist, welche die Fußplatte der Scala bildet. Diese Fußplatte ist auf das Gefäß aufgeschraubt, und bildet so zugleich den Deckel desselben.

Der Dampf gelangt durch den durchbohrten Arm C in das Gefäß A und hat durch eine kleine Oeffnung oben an der Birn Zutritt zur |418| Quecksilberoberfläche. Die kleine eben erwähnte Oeffnung ist durch ein einwärts gerichtetes Röhrchen gebildet, so daß, wenn das Instrument auch nicht ganz vertical gestellt oder gehalten wird, das Quecksilber nicht ausfließen kann. Unten an dem Gefäße ist ein Hahn angebracht, um das sich ansammelnde Wasser von Zeit zu Zeit ablassen zu können. Die Scala ist auf der innern Seite so eingetheilt, daß sie den Dampfdruck auf den Quadratzoll in Pfunden angibt, auf der andern Seite die Temperatur des Dampfes welche dem statthabenden Drucke entspricht.

Der Vacuummesser ist von derselben Größe und demselben äußeren Ansehen, nur wird der untere Theil des Gefäßes, an dem sich der Hahn befindet, mit dem Condensator in Verbindung gebracht. Das Vacuum wird durch eine Eintheilung auf jeder Seite der Glasröhre gemessen, und die Scala fängt auf der einen Seite mit 15 Zoll oben an und reicht abwärts bis zu 29 Zoll, während auf der andern Seite abzulesen ist, wie viel noch zu einem wirklichen Vacuum fehlt. Die Glasröhren liegen in einer passenden Vertiefung, welche gleich mit an die Indexplatte gegossen wurde, und um den Stand des Quecksilbers recht deutlich sehen zu können, ist diese Vertiefung roth angestrichen, so daß dieß stark von der Quecksilberoberfläche absticht.

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