Titel: Probe für Uranerze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 3 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi01_3

Probe für Uranerze.

Hr. Ad. Patera schlug in einer Versammlung von Freunden der Naturwissenschaften in Wien ein neues Probirverfahren vor, um den Urangehalt in den Uranerzen, insbesondere in jenen von Joachimsthal schnell und genau zu bestimmen. Die zu probirenden Erze sind verunreinigte Sorten von Uranpecherz zum Theil innig gemengt mit Schwefelkies, Kupferkies, Bleiglanz u.s.w. Eine gewogene Quantität davon wird in reiner Salpetersäure gelöst, die Flüssigkeit von der unlöslichen Kieselsäure abfiltrirt und mit kohlensaurem Kali im Ueberschusse versetzt. Hiedurch wird nun neutrales uransaures Kali aufgelöst erhalten, das, wenn Arsensäure und Schwefelsäure zugegen waren, mit diesen verunreinigt ist. Alle übrigen vorhandenen Metalle werden als kohlensaure Oxyde gefällt und werden abfiltrirt. Das gelöste neutrale uransaure Kali wird in einer vergoldeten Silberschale zur Trockne eingedampft und geglüht; es wird dadurch saures uransaures Kali gebildet, das im Wasser unlöslich ist, sich leicht auswaschen läßt, und aus dem man den Urangehalt leicht berechnen kann. Es dürfte ein ähnliches Verfahren bei der Darstellung des Urans im Großen eine Anwendung fiden. (Bericht über die Mittheil. von Freunden der Naturw. in Wien. Bd. IV.)

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