Titel: Ueber die aus Ungarn in den Handel kommenden Nickelerze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 4 (S. 75–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi01_4

Ueber die aus Ungarn in den Handel kommenden Nickelerze.

Im vorhergehenden Band des polytechn. Journals S. 272 wurde ein von Hrn. Louyet veröffentlichtes Verfahren zur Darstellung des Nickels und Kobalts mitgetheilt, welches man im Jahr 1845 in einer Fabrik zu Birmingham anwandte und zwar bei einem aus Ungarn bezogenen Erz, welches gewöhnlich 6 Proc. Nickel und 3 Proc. Kobalt enthielt.

Hr. Prof. Marchand bemerkt (im Journal für praktische Chemie, 1849 Nr. 4) über die aus Ungarn jetzt in den Handel kommenden Erze, daß dieselben bereits am Fundorte großentheils bearbeitet sind, indem sie zum Theil schon dort gepocht und geprüft werden, nachdem sie, wenigstens durch Handscheidung, ausgehalten sind. Sie sind daher oft von ganz besonderer Reinheit und Reichhaltigkeit. Ein Erz, welches bereits schwach abgeröstet war, enthielt:

Nickel 22,01
Kobalt 1,56
Arsenik 38,38
Schwefel 15,09
Eisenoxyd 27,79
––––––
103,83.

Der Gewichtsüberschuß rührt von dem als Oxyd angenommenen Sauerstoff her.

Stärker geröstete Erze kommen als sogenannte Oxyde in den Handel; ein solches enthielt:

Nickeloxyd 54,50
Kobaltoxyd 5,50
Eisenoxyd 31,25
Thonerde 1,25
Arsenik 5,63
Kupferoxyd 1,25
Kieselsäure 5,37
–––––––
104,75.
|76|

Eine aus Bayern bezogene krystallinische Speise war frei von Kobalt; sie bestand aus:

Nickel 33,43
Eisen 31,40
Arsenik 36,92
––––––
101,75.
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