Titel: Ueber den Gehalt des Saflors an rothem Farbstoff; von Hrn. Salvetat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 8 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi01_9

Ueber den Gehalt des Saflors an rothem Farbstoff; von Hrn. Salvetat.

Ich habe acht Sorten Saflor analysirt (im Original sind die Länder nicht angegeben aus welchen dieselben bezogen wurden), wobei es sich herausstellte, daß der Gehalt des Saflors an rothem Farbstoff (Carthamin) sehr verschieden ist; die Muster wurden nach einander mit Wasser, Alkohol und einer schwach alkalischen Lauge behandelt. 1000 Gewichtstheile gaben:

Wasser, bei 16° R. verdunstet 60 115 45 48 60 80 114 60
Pflanzeneiweiß 38 40 80 17 40 40 15 30
Gelbe Materie a und auflösliche schwefelsaure Salze 270 300 300 261 260 200 240 260
Extractivstoff 50 44 60 41 36 40 65 54
wachsartiger Bestandtheil 10 8 12 15 7 6 6 8
gelber Farbstoff b 30 40 60 21 42 61 44 50
Carthamin (Saflorroth) 5 4 4 6 3 4 3 4
Holzstoff 504 417 384 560 494 467 504 500
Kieselerde 20 15 35 10 40 84 12 16
Thonerde und Eisenoxyd 6 8 16 5 10 16 4 5
Manganoxyd 1 1 3 5 1 1
a in kaltem Wasser auflösliche; b in Wasser unauflöslicher, in alkalischem Wasser auflöslicher.

Gegen Ende vorigen Jahres ersuchte mich einer unserer geschicktesten Fabrikanten von Saflorroth, eine übelriechende Substanz zu untersuchen, die er während des Sommers bei einer Behandlung von Saflor erhalten hatte. Bei der Bereitung des Saflorroths nach seinem gewöhnlichen Verfahren, wobei er diese Substanz erhielt, hatte er keinen eigenthümlichen Umstand beobachtet, als etwa eine Temperatur-Erhöhung; früher hatte er jene Substanz niemals erhalten. Sie hatte das Ergebniß an Saflorroth bedeutend vermindert

Die übelriechende Substanz, über verdünnte Schwefelsäure destillirt, gab eine ölige Flüssigkeit, welche hauptsächlich aus Baldriansäure bestand. Alle meine Bemühungen, das Carthamin direct in Baldriansäure umzuändern, waren vergeblich. (Annales de Chimie et de Physique, März 1849, S. 337.)

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