Titel: Ueber die Entsäuerung des Weins; von Dr. Andrew Ure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 7 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi02_7

Ueber die Entsäuerung des Weins; von Dr. Andrew Ure.

Hr. Prof. J. v. Liebig hat gefunden, daß die meisten Rheinweine eine gewisse Menge freier Weinsäure enthalten, besonders wenn sie seit langer Zeit abgelagert sind, und er schlug als Mittel zur Entsäuerung dieser Weine vor, sie mit neutralem weinsaurem Kali zu versetzen, welches mit der freien Weinsäure Weinstein bildet, wodurch sich 8 Zehntel der freien Weinsäure ausscheiden. Durch diesen Zusatz erhalten Weine, welche wegen überschüssiger Säure an Güte verloren, ihre Lieblichkeit und ihren milden Geschmack wieder (man vergl. polytechn. Journal Bd. CVIII S. 299). Die Säuerlichkeit der Weine wird aber nicht immer durch Weinsäure veranlaßt, und ich habe gefunden, daß wenn die freie Säure Essigsäure ist, beim Zusatz von neutralem weinsaurem Kali ebenfalls ein Niederschlag von Weinstein entsteht. Um es zu beweisen, unterwarf ich einen so veränderten Wein der Destillation, und nachdem ich so die Essigsäure und den Alkohol abgeschieden hatte, erschöpfte ich den Rückstand mit lauwarmem Wasser und goß in die erhaltene Auflösung einen Ueberschuß von neutralem weinsaurem Kali; es entstand kein Niederschlag von Weinstein und das Gegentheil fand statt, als ich die destillirte Flüssigkeit mit dem Kalisalz versetzte. (Journal de Chimie médicale, April 1849, S. 181.)

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