Titel: Ueber den Einfluß vorheriger Kalkung auf die Knochendüngung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 9 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi02_9

Ueber den Einfluß vorheriger Kalkung auf die Knochendüngung.

So anerkannt die Vortheile der Knochendüngung sind ist der Erfolg derselben doch sehr ungleich und oft nicht befriedigend. So wurde in Cheshire die Beobachtung gemacht, daß wenn die Felder vorher gekalkt worden waren, dann die Wirkung der Knochen eine viel geringere ist. Johnston's Untersuchungen, um die Ursache hievon zu ergründen, ergaben Folgendes: bei an Kalk so armem Erdreich, wie in Cheshire, ist die gute Wirkung der Knochen bloß Folge des in ihnen enthaltenen Kalks und von ihrer Phosphorsäure ganz unabhängig; da nun eine vorausgehende Kalkung diesen Dienst zum Theil verrichtet, so kann die nachherige Anwendung von Knochen nicht mehr von großer Wirkung seyn. Ferner beruht die Hauptwirkung der Knochen, wenigstens was ihre mineralischen Bestandtheile anbelangt, im phosphorsauren Kalk, den sie der Erde liefern. Nun enthält aber der Kalk in der Regel ebenfalls eine merkliche Menge dieses Salzes sehr fein zertheilt, die in vielen Fällen für den Zweck schon hinreicht und die Knochen überflüssig macht. (Agriculteur-praticien, Febr. 1849.)

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