Titel: Ueber die Kosten und Anwendbarkeit des galvanischen Lichts; von Prof. Grove.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 6 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi03_6

Ueber die Kosten und Anwendbarkeit des galvanischen Lichts; von Prof. Grove.

Nach einer beiläufigen Berechnung der Kosten des galvanischen Lichts (dessen Anwendung jedoch mit vielen praktischen Schwierigkeiten verbunden ist) scheint dasselbe Vortheile zu versprechen. Prof. Grove schaltete ein Galvanometer in den Strom ein, während der galvanische Lichtbogen erzeugt wurde, um den Verbrauch in der Batterie berechnen zu können; für jedes im Galvanometer entbundene Aequivalent Wasserstoff wurde 1 Aeq. Zink, 1 Aeq. Schwefelsäure und 1/5 Aeq. Salpetersäure in jeder Zelle der Batterie verzehrt. Hienach würden mit Berücksichtigung des Wassergehalts der käuflichen Säuren etc. die Kosten einer Salpetersäure-Batterie von 50 Zellen mit Platinplatten von je 8 Quadratzoll Fläche, wie sie Grove zum Versuch anwandte, per Stunde beiläufig zwei Shillings betragen.

Beim Vergleichen der Intensität des galvanischen Lichts mit dem Licht einer gewöhnlichen Wachskerze vermittelst der Schattenprobe, fand er, daß das galvanische Licht, nachdem die Batterie eine Stunde in Thätigkeit gewesen war, sich zum Kerzenlicht wie 1444 zu 1 verhielt. Wenn folglich die Kosten der Batterie sich selbst doppelt so hoch, nämlich auf vier Shillings per Stunde belaufen würden, wären sie bei der großen Intensität des galvanischen Lichts verhältnißmäßig sehr gering. Für die Straßenbeleuchtung sind einzelne Lichter einem Centrallicht ohne Zweifel vorzuziehen; aber für Leuchtthürme, namentlich ein in regelmäßigen Zwischenräumen intermittirendes Licht oder für Signallichter wird sich das galvanische Licht gewiß mit Vortheil anwenden lassen; die praktischen Schwierigkeiten sind allerdings groß, aber keineswegs unübersteiglich. (Mechanics' Magazine, 1849 Nr. 1334.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: